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Im Internetauftritt www.grueselhorn.de wird die aktuelle Situation des Flugplatzes Lahr und die Reaktionen des Lahrer Oberbürgermeisters Wolfgang G. Müller auf die aktuellen Landesentscheidungen kommentiert.
Hier der Beitrag "Müller gesteht Bruchlandung" vom 15.3.2007
15-3-2007 Müller gesteht Bruchlandung
Schuld am Lahrer Flugplatzdebakel sind natürlich andere
Lahr (til). Jetzt hat es auch der Lahrer Oberbürgermeister begriffen: Er hat auf dem Lahrer Flugplatz eine Bruchlandung hingelegt. Wie üblich sind natürlich laut einer Pressemitteilung des OB andere daran schuld. Die Stuttgarter. Die Nordbadener. Nur die verschlafenen Lahrer Politiker und ihre Nichtunterstützer nicht. Dabei war in der Vergangenheit alles, was eingetreten ist, bereits im Grüselhorn nachzulesen. Nur die hiesige Presse ließ Müller noch in dem Glauben, an der Lahrer Welt könnte die ganze Region genesen. So dichtete sich die BZ mit einer Beilage Lahr im Steigflug zusammen. Und die BZ-Zombies zeigen auch heute wieder mit dem Finger nach Stuttgart und Söllingen, für die Lahrer eine Achse des Bösen.
Pressemitteilung des Lahrer Rathauses vom 14. März 2007 :
Stadt Lahr steht der Festschreibung im Generalverkehrsplan kritisch gegenüber
Der Ministerrat in Stuttgart hat den Sonderstatus des Lahrer Flughafens bekräftigt. Bei der Stadt Lahr stößt der Beschluss auf Unverständnis. Es ist bekannt gewesen, dass die Landesregierung beabsichtigt, den Sondersatus für den Black Forest Airport Lahr im Generalverkehrsplan und im Landesentwicklungsplan festzuschreiben, um eine Weiterentwicklung der fliegerischen Nutzung in Lahr zu unterbinden. Verwundert ist die Stadt Lahr allerdings über die Art und Weise des Vorgehens. Klammheimlich, ohne Information der Beteiligten soll die Entwicklung des Flughafens nun gestoppt werden. Anders ist nicht zu erklären, warum weder die Betreibergesellschaft des Flughafens vor Ort noch die Stadt Lahr vorinformiert worden sind, weder durch Stellen der Landesregierung noch durch Landtagsabgeordnete oder Kabinettsmitglieder.
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller stellt fest: 'Nach meiner Einschätzung wird erneut deutlich, wie sehr man in Stuttgart noch planwirtschaftlich denkt. Man glaubt dort, durch Planbeschlüsse Entwicklungen verhindern zu können.'
Ob der Flughafen Lahr künftig mit einer weiteren Lizenz rechnen kann, wird davon abhängen, wann und inwieweit die jetzige Lizenz an ihre Grenzen stößt. Sollte das der Fall sein, wird auch dieser Versuch der Beschränkung nicht greifen.
'Ich gehe davon aus, dass sowohl Babcock & Brown als auch der Europapark die jetzige Lizenz in vollem Umfang nutzen werden. Beides sind Profis in ihrem Geschäft', ist sich der Oberbürgermeister sicher, 'es obliegt dann der Betreibergesellschaft, letztlich Babcock & Brown, ob in der Zukunft ein Antrag auf eine voll umfängliche Passagierfluglizenz gestellt wird. Was die Nutzung der bestehenden Frachtfluglizenz angeht, erwarte ich, dass die Landesregierung ihren Einfluss beim Bundesfinanzminister auch zugunsten des Black Forest Airport Lahr geltende macht, um dem Flughafen den dringend erforderlichen Zollstatus zu gewähren.'
Der Oberbürgermeister sieht es als äußerst fraglich an, ob die jetzigen beschränkten Lizenzen, eine Kargolizenz ohne Zollstatus und eine eingeschränkte Passagierfluglizenz, zum wirtschaftlichen Erfolg des Flughafens führen können. Nicht die Stadt Lahr, sondern Babcock & Brown ist Betreibergesellschaft des Black Forest Airport Lahr. Die Landesregierung untersagt mit ihrer Festschreibung einem nicht subventionierten privaten Unternehmen die anzunehmende Expansion und verhindert damit nicht nur die Entwicklung des Unternehmens selbst, sondern auch die Entwicklung der umliegenden Regionen."
Was soll man dazu noch sagen? Der Lahrer OB gibt eine Pressemitteilung heraus, welche den Eindruck erweckt, sie sei eine Erklärung der Stadt, also vom Gemeinderat abgesegnet mit zusätzlichen Zitaten des OB. Das ist nicht der Fall. Vielleicht sollten die Verantwortlichen im Rathaus mal lernen, wie man Presseerklärungen formuliert. Ein Kurs in Rechtschreibung und Zeichensetzung könnte auch nicht schaden.
Müller als Kommunalpolitiker gescheitert
Was hat Müller den Lahrern in den letzten Jahren nicht alles versprochen, wenn es um den Flugplatz ging? Jetzt sind ihm auch die letzten Felle davongeflogen. 7500 Passagiere hat der Europapark Rust für den Sommer angekündigt, die in Lahr landen werden. Dabei werden diese weder von der Stadt noch vom Umland etwas mitbekommen. Denn die Besucher sind nur an der künstlichen Welt des Freizeitparks interessiert. Das Passagieraufkommen für Rust wird begrenzt bleiben. Für den Wochenendpreis mit Flug zum Freizeitpark gibt es woanders eine Woche Urlaub "all inclusive".
Erschreckend sind die Isolierung und Unfähigkeit des Lahrer SPD-OB, Kontakte und Verbindungen aufzubauen. Jetzt wird in dieser Pressemitteilung der ganze Jammer dieses Mannes deutlich, welcher sich von lauter Feinden umgeben sieht, aber offensichtlich keine Freunde hat. Nicht mal auf den CDU-MdL und Kultusminister Rau kann er setzen, zumal dem das Ministeramt sicher lieber ist als sich für einen aussichtslosen Lahrer Flughafen zu verkämpfen. Und nach Stuttgart oder gar Berlin scheint Müller auch keine Drähte zu haben.
Zwar hat Lahr die Chancen mit dem Flugplatz total verschlafen, und weil es zu spät kam, wurde es vom Leben bestraft. Aber was hat es bisher aus den vorhandenen Lizenzen gemacht? Nichts! Das liegt nicht an Söllingen und nicht an Stuttgart. Bruchpilot Müller ist in Lahr kommunalpolitisch gescheitert. Er steht für Luftnummern. Krampfhaft auf Lahr als Blumenstadt zu setzen oder gar in die Karibik zu entfliehen, ist unsinnig. Lahr braucht politisch dringend einen Neuanfang. Acht Jahre waren bereits zuviel. Deshalb sollte Müller den Weg frei machen und vorzeitig abtreten. Und begleiten müßte ihn der größte Teil des Gemeinderats.
Vielen Dank an www.grueselhorn.de
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