Trauerspiel Flugplatz Lahr

Eine Chronologie
der
Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr

 
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  Vorwort : Diese umfangreiche Chronologie hat überwiegend unser BI-Mitglied Rainer Kuhlen zusammengestellt (mit Angaben der Quellen). Der Zeitraum 1898 - 1989 wurde aus einer Chronologie der MITTELBADISCHEN PRESSE entnommen. Rainer stellte den Zeitraum 1990 bis 2002 zur Verfügung. Seit 2003 führt diese Chronologie weiter.  












  1898 Auf dem Gelände des späteren Flugplatzes sind badische Truppen stationiert.
   
 
  1913 Der Zeppelin-Flugplatz Lahr wird eröffnet
   
 
  1928 Lahr bewirbt sich als Weltflughafen für Zeppeline, scheitert aber mit diesem Vorhaben. Friedrichshafen bleibt Deutschlands Zentrum für Zeppeline
   
 
  1945 Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg kommen französische Soldaten als Besatzungsmacht nach Lahr
   
 
  1946 Lahr wird Sitz der 1.Luftwaffendivision der französischen Besatzer
   
 
  1952 Lahr wird im Rahmen eines Nato-Programms zum Flugplatz für Düsenjäger ausgebaut
   
 
  1967 Die französischen Truppen ziehen ab. Ihnen folgen kanadische Truppen. So wird Lahr Garnisonsstadt für die kanadischen Nato-Truppen. In der Stadt entstehen für die Soldaten und ihre Familien ganze Stadtteile.
   
 
  1970 Die Düsenjäger ziehen aus Lahr ab. Ihnen folgt die 4.mechanische Brigade der Kanadier mit schwerem (Flug-)Gerät
   
 
  21.05.1990 OB Dietz denkt laut über Charterflugverkehr und Frachtflug nach (LZ)
   
 
  15.04.1990 R.Haungs (CDU-MdB): Lahr könnte "zentraler Anziehungspunkt für die gesamte Südwestecke werden", z.B. Fracht, Touristik, innerdeutsche Zubringerflüge für München II und Frankfurt (LZ)  
   
 
  08.09.1990 ALMI (Arbeitsgemeinschaft Lahrer Mittelstand) : Lahr als "Zentrum für Charterflüge", technische Ausbildungszentrum für Fluggesellschaften, Fracht-, Lager- und Logistikunternehmen nach Lahr (LZ)  
   
 
  1991 Studie von SYNTROPIE/Basel vermeldet "konkretes Interesse" von
- Lufthansa-Tochter German Cargo
- eines großen Kurierdienstes
- einer internationalen Speditionsgruppe
Grundsätzlich seien diese bereit zur Beteiligung an einer Betriebsgesellschaft, unter der Voraussetzung eines 24-Stunden-Flugbetriebes (BZ)
 
   
 
  Ostern 1991 Dementi von German Cargo Services "...lässt es sich aus unserer Sicht auch nicht erwarten, dass sich der Standort Lahr nach einem Abzug der kanadischen Luftwaffe zu einem internationalen Luftfrachtzentrum entwickelt". (J.H. Irrle, Geschäftsführer von German Cargo) (BZ)
   
 
  23.03.1991 SYNTROPIE: "Lahr als regionaler Passagierflughafen wurde überwiegend nicht als erfolgsträchtig angesehen". (BZ)
   
 
  20.06.1991 IHK-Chef Euba: "Keine Chance für eine ausschließliche, zivile Nutzung des Lahrer Nato-Flugplatzes"..."Niemals könne in der Region Südbaden das Fracht- oder Passagieraufkommen so groß sein, um einen weiteren Flugplatz nur einigermaßen kostendeckend zu betreiben." (BZ)
   
 
  19.09.1991 R.Haungs: "Ich möchte...versuchen, große kanadische und amerikanische Firmen mit Europaaktivitäten in Lahr anzusiedeln" (LZ)
   
 
  03.10.1991 Junge Union Ortenau: "Ein weiterer Passagierflughafen in der Region neben Straßburg kann kaum wirtschaftlich sein, da der Bedarf für 2 Großflughäfen einfach nicht vorhanden ist." (STAZ)
   
 
  12.11.1991 Unternehmensberater W.Finkbeiner: "Ich wage zu bezweifeln, dass das Hinterland von Lahr ausreicht, Regionalfluggesellschaften die Einrichtung eines Liniendienstes schmackhaft zu machen."
N.Steenken von der Unternehmensberatung Berger u. Partner: "Was nichts anderes heißt, als dass die Flugplatzbetreiber nicht nur den Flugbetrieb als solchen, sondern auch die einzurichtenden Linien finanziell abzusichern hätten."
W.Finkbeiner: "Wer wirklich viel fliegt,verlegt seinen Standort, so er irgend kann, in die Nähe eines internationalen Großflughafens."
Berger-Mann Steenken: "Die viel zitierten Dienstleistungs- und High-Tech-Unternehmen, mit Aktivitäten im In- und Ausland, fallen somit schon einmal heraus aus dem Kreis der möglichen Bewerber." (BZ)
   
 
  19.12.1991 IHK Südlicher Oberrhein gründet Flugplatz Lahr GmbH (FLG)
Begründung u.a.:
- erhöhte Wertschöpfung durch Flughafenbetrieb mit "Luftverkehrsbetrieben, Transportbetrieben, flugtechnischen Zulieferbetrieben, Reparatur- und Wartungsbetrieben und Dienstleistungsbetrieben."
- Übernahme von Teilen des Geschäftsflugverkehrs und Charterverkehrs von Straßburg/Entzheim.
- Entlastung für Frankfurt und Stuttgart in Urlaubszeiten
IHK-Geschäftsführer Dr.Norbert Euba und Dr. Wilhelm Peters prägen den Begriff des Flugplatzes Lahr "als Magnet für Industrieansiedlungen"
   
 
  06.01.1992 Lufthansa-Übungsflüge am Feiertag "Heilige Dreikönige"
   
 
  10.01.1992 Firmenchef Herrenknecht jammert in Leserbrief über "Staus auf der Autobahn" auf dem Weg nach Frankfurt (seiner Monteure) "Es ist klar und logisch, dass sich im Einsatzgebiet eines Flughafens High-Tech-Firmen ansiedeln..."(LZ)
   
 
  14.03.1992 Umfrage der IHK:
Von 202 angeschriebenen Firmen antworteten 155 Betriebe. Auf die Frage nach dem gewünschten Abflughafen nannten 69 Betriebe Lahr, 16 mal wurde Basel und 10 mal Straßburg erwähnt. Falls nicht geflogen würde, rechneten 84 Firmen nicht mit irgendwelchen Konsequenzen, 6 wollten dann verlagern. Insgesamt fühlten sich 98 Betriebe nicht vom Flugbetrieb abhängig, 35 fühlten sich davon abhängig. Angeblich bestehe "ein großes Interesse für die Anfang April geplanten Flüge zur Hannover-Messe." (LZ)
 
   
 
  18.03.1992 Messeflüge nach Hannover: geplant vom 1.4. bis 8.4. je ein Hin- und Rückflug. Tatsächlich finden nur 2 Flüge statt, mit halb vollen Fliegern, und da sind noch nicht die eingeladenen Journalisten mitgerechnet worden.(STAZ)
   
 
  24.04.1992 IHK-Präsident Weitzmann: "Ohne nahe Flugmöglichkeiten sind kaum noch neue Industrieansiedlungen denkbar."(LZ)  
   
 
  30.04.1992 Flugplatzchef Peters: Internationaler oder Frachtflugflughafen in Lahr ist völlig unrealistisch. "...selbst ein komfortabler Verkehrslandeplatz etwa in Größe des Friedrichshafener Flugplatzes mit 200.000 Passagieren pro Jahr bleibt Utopie" (LZ)
   
 
  29.06.1992 VDI-Konzept "Wartungswerft Lahr" soll 4000 neue Arbeitsplätze schaffen. Dienstleistungsfirmen, speziell Elektrik/Elektronik, Pneumatik, Mechanische und Blechverarbeitung, Vorrichtungs- und Maschinenbau, Hebebühnen- und Gerüstbau etc. sollen sich in Lahr ansiedeln (LZ)  
   
 
  16.07.1992 Wirtschaftsministerium Stuttgart gibt Zusage für 300.000 DM für Flugplatz-Studie, Umweltministerium Stuttgart steuert 200.000 DM bei (LZ)
   
 
  08.01.1993 PROGNOS-Studie:
"Evolutionsszenario": 97 Arbeitsplätze, 25.600 Passagiere
"Übernahme Szenario": VLP Offenburg und Freiburg gehen nach Lahr: 18 Arbeitsplätze mit 7.100 Passagieren
   
 
  01.04.1993 R.Haungs: Lufthansa soll als Gegenleistung für Pilotentraining "...einen Teil ihres Frachtgeschäftes aus dem wesentlich teueren Frankfurt nach Lahr verlegen." (LZ)
   
 
  18.03.1993 Steininger (DORNIER)erklärt auf Bürgerversammlung in Kürzell, dass "...sich bereits 25 interessierte Firmen gemeldet haben, davon aber nur 3 Betriebe eine fliegerische Nutzung der Landebahn wollen." (LZ)
   
 
  08.04.1993 OB Dietz (Lahr): "Schaffung von mindestens 3.000 Arbeitsplätzen in den nächsten 10 Jahren." (LZ)  
   
 
  08.05.1993 DORNIER-Masterplan: ein qualifiziertes Industrie- und Gewerbegebiet mit einem Schwerpunkt auf Logistikintensiven Betrieben. Als Nebennutzung wird der Betrieb eines Verkehrslandeplatzes Lahr vorgeschlagen (LZ)
   
 
  02.07.1993 Steininger rechnet mittelfristig mit 4.000 neuen Arbeitsplätzen auf einer Fläche von 100 Hektar (BZ)  
   
 
  01.07.1993 Ein "Developper", eine Güterverkehrsfirma sei an 30 ha interessiert, pro Hektar seien 40 Arbeitsplätze vorgesehn, insgesamt also 1.200, so Steininger. Die Firma wolle Gebäude errichten und dann weitervermieten. (BZ)
   
 
  Herbst 1993 Landrat Fehringer gibt Voruntersuchung in Auftrag, ob der Flugplatz ein geeigneter Standort für eine Thermoselect-Müllverbrennung sei.(BZ/LZ)
   
 
  Jan. 1994 Planungen für einen Autobahnanschluss Friesenheim beginnen
   
 
  01.02.1994 FLG-Chef redet von 2 interessierten Investorengruppen, wobei "...die zweite speziell am Fliegen interessiert sei: Wir können hier einen Servicebetrieb für Flugzeugmotoren oder eine Produktion von Flugzeugteilen aufbauen" (LZ)  
   
 
  Feb. 1994 Landesregierung gewährt Gewerbeansiedlungen auf dem Flugplatz, ein zehnjähriges, zinsloses Darlehen in Höhe von 40 Mio. DM (BZ)
   
 
  18.04.1994 Verkehrsminister Schaufler will Erstinvestitionen auf dem VLP Lahr mit rund 7,5 Mio. DM fördern. (BZ)
   
 
  29.06.1994 Steininger (DORNIER): bisher 200 Interessenten für Flugplatzansiedlung, darunter 70 davon "ernsthafte Interessenten." (BZ)  
   
 
  30.08.1994 1.Lahrer Montgolfiade wird zum Flop. Statt 15.000 Besucher/Tag kamen am 26.8. nur 3.5000, am 27.8. waren es 8.000 und am 28.8. nur ca. 10.000 Besucher (BZ)
   
 
  Okt.-Dez. 1994 Lahr bewirbt sich als Standort für die Produktion des SWATCH-Autos (SMART). Mercedes entscheidet sich für Standort Hambach/Lothringen (Frankreich)
   
 
  21.11.1994 Gemeinderat der Stadt Lahr beschließt die Errichtung eines "Geomatics Park" und "Municipal GIS"
   
 
  03.01.1995 Eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes wird auf dem Flugplatzgelände errichtet.
   
 
  Feb. 1995 Fa. Duravit will ein Zentrallager auf dem Flugplatz aufbauen.
Pläne für den GEOMATICS-PARC: Ansiedlung von 12 Firmen innerhalb von zwei Jahren, mit 60 Mitarbeitern und 18 Mio. DM Umsatz. In 4 Jahren sollen in 25 Betrieben 280 Mitarbeiter einen Umsatz von 112 Mio. DM erzielen
   
 
  März 1995 Ein Privatmann will auf dem Flugplatz ein Flugzeugmuseum mit insgesamt 30 Oldtimern aufbauen  
   
 
  Sept.1995 Das Museum gibt den Standort Lahr auf und zieht weg.
   
 
  15.07.1995 Allgemeine Wirtschaftsberatung, AWB, will ein 2.Herzzentrum auf dem Flugplatz in Lahr errichten, Kosten ca. 500 Mio.DM.  
   
 
  10.10.1995 AWB-Mann Gang macht das 2.Herzzentrum von der Möglichkeit des Flugbetriebes abhängig.
   
 
  11.10.1995 FLG-Chef Peters verspricht zum Bürgerentscheid: 37 flugaffine Betriebe wollten ansiedeln und zusammen mit Investitionen der FLG ergäbe das eine Wertschöpfung von 150 Mio.DM in den ersten 5 Jahren. Weitere 30 Betriebe seien an Ansiedlung interessiert. Ex-OB Brucker (Lahr) träumt von Flügen nach Ceylon. Kairo, Teheran(Iran) etc. (Laut "Bürgerinfo" vom Oktober 1995 der FLG)
Die Firmenchefs von Grohe, Leser-Etuis, Nestler-Wellpappe und Class-Marketing machen in der gleichen Ausgabe Stimmung für den Flugbetrieb.
Ber Bürgerentscheid endet mit der Niederlage der Flugplatzgegner
   
 
  Nov. 1995 Die Deutsche Post AG bestätigt der Bürgerinitiative ihr Interesse an Lahr als Teil des Luftpost-Nachtsterns
   
 
  31.01.1996 Verbrauchermarkt-Kette "Globus" will 8.000m2 großen Supermarkt auf dem Flugplatz bauen, sowie einen Baumarkt von ebenfalls 8.000m2 (BZ)  
   
 
  04.05.1996 Die Pläne für das 2.Herzzentrum sind aufgrund finanzieller Sorgen von AWB endgültig gescheitert
   
 
  17.10.1996 Probeflug der Fa. CROSSAIR (Tochter von SWISSAIR) zum Europapark Rust.
1 Flug ab Zürich und ein Flug ab Sion (Schweiz) nach Lahr. (BZ)
   
 
  24.10.1996 Peters verkündet: Auch die Fa. EUROWINGS habe Interesse an Bedarfsflügen nach Lahr, z.B. aus Rostock oder Rügen kommend. (BZ)
   
 
  01.11.1996 Die kanadische Fa. GEOMATICS International Lahr GmbH eröffnet ihr Werk in Lahr. Laut GEOMATICS-Chef Dan Bulger "...dient Lahr GEOMATICS als zentrale Schaltstelle für die Erschließung des europäischen Marktes." (BZ)
   
 
  Okt. 1996 Das erste Lahrer "Flieger Feschd" wird zum Reinfall, es kommen viel weniger Besucher als erwartet. (BZ)
   
 
  01.02.1997 Kurt E. Schädler wird neuer Flugplatz-Chef (BZ)
   
 
  01.03.1997 Großdemo in Lahr gegen die Nachtflugpläne der Post AG 14.000 Einwände ans Regierungspräsidium.
   
 
  05.03.1997 Anhörungstermin zum Postflug-Antrag
   
 
  April 1997 IHK-Mann Peters, auch Gesellschafter der FLG startet interne Umfarge unter den stillen Gesellschaftern zur Tonnageaufhebung
   
 
  30.05.1997 Premiere einer Antonov in Lahr. Eine AN 124-100 führt einen Transport für Fa.Herrenknecht aus
   
 
  29.06.1997 Die indonesische Flugzeugfirma IPTN des Ministers Habibie will Lahr als "homebase" nutzen für den Verkauf des geplanten neuen Regionalflugzeuges N250 auf dem europäischen Markt. 1999 soll die N250 nach Lahr geliefert werden, und Piloten in einem eigens dafür geschaffenen Ausbildungszentrum an der Maschine ausgebildet werden. Es sollen Büros und Ausstellungsräume entstehen. Ab 2004 könnte in Lahr die Endmontage der N250 erfolgen. Angeblich gibt es weltweit 260 Bestellungen für dieses Flugzeug.
Noch im November 1998 heißt es, dass IPTN im Jahr 2001 in Lahr landen wird. Habibie, inzwischen nach großen Unruhen zum Staatspräsidenten aufgestiegen, wird öffentlich als "Derwisch, ein verrückter Technokrat" genannt, der unter Suharto Dollarmilliarden für "indonesische" Flugzeuge ausgegeben hat, die dann "niemals abgehoben haben" (FAZ vom 5.7.99)
Seit Beginn 1999 ist in Lahr keine Rede mehr von IPTN und seiner N250.
 
   
 
  08.07.1997 Kurt Schädler will "dem Goldenen Kuckuck" das Fliegen beibringen.
Offensiv vertritt er in den nächsten Monaten das seit April 97 bestehende Konzept der Flugplatz Lahr GmbH "VISION 2000".Danach sollen sich rund um den Flugplatz Lahr folgende Bereiche ansiedeln: flugaffines Gewerbe, Erlebnis(park) Flughafen, Bildung/Forschung, BGS/Zoll, Messeveranstalter, Speditionen, Flieger, Wirtschaft, Industrie, Reisebüros, Gastronomie, Hotellerie, Airlines, Flugsicherung usw.
Als "potentielle Destinationen" nennt VISION 2000 die Balearen (Mallorca, Ibiza), die Kanarische Inseln (Las Palmas, Fuertoventura), das spanische Festland (Alicante), Portugal (Faro), die Türkei (Antalya, Dalaman), Kanada(Vancouver, Toronto), Griechenland (Heraklion, Rhodos) und Großbritanien (London). Detailliert werden dort die möglichen Flugzeugtypen genannt, die in Lahr landen könnten.
Ziele bis 2000 sind: 50.000 Flugbewegungen, 100.000 Passagiere, 6.000 to Postfracht, 8.000 to Luftfracht sowie 100 Beschäftigte
 
   
 
  Juni 1997 Nach massiven Protesten gegen die geplanten 34 Nachtflugbewegungen in Straßburg begibt sich die Fa. DHL auf die Suche nach einem anderen Standort am Oberrhein. Dabei ist auch Lahr als Nachtflugplatz interessant.
   
 
  08.07.1997 Daytona-Festival: Statt 45.000 Besuchern kommen nur ca. 15-20.000 zu diesem Musik- und Motorrad-Festival
   
 
  07.08.1997 Das RP genehmigt den Post-Nachtflug
   
 
  Aug. 1997 Lahr soll eine Geo-Akademie bekommen. Stadt Lahr, IHK-Bildungszentrim, die Fa. GEOMATICS und das deutsch-kanadische Wirtschaftsinstitut (gerade erst vor 3 Jahren gegründet), wollen die Akademie gemeinsam aufbauen
   
 
  05.07.1997 Wegen der Tonnagebegrenzung haben angeblich mehrere Firmen nicht in Lahr angesiedelt:
- die Fa. SAN wollte mit 100-to-Tupolev TU 154 M per Charter ab Lahr nach Kasachstan fliegen
- UKRAINE INTERNATIONAL wollte mit B737-200/-300 Charterflüge in die Ukraine durchführen
-CONDOR wollte mit Boeing und DC10-20 Lahr per Charter anfliegen
   
 
  Juli 1997 RP verweigert (estmals!) einer russischen Illjuschin die Landung in Lahr, die hier KFZ-Teile für Spanien aufnehmen wollte
   
 
  05.01.1998 Landung des 1.Post-Nachtfliegers (Boeing 737) in Lahr
   
 
  02.02.1998 Kurt Jäger´s Firma "AEROTRANS" bietet Messeflüge mit Dornier 328 nach München (ISPO) an. Geplant sind Flüge ab Lahr zu Messen in: Hannover, Düsseldorf, Nürnberg, Berlin, München und anderen Städten
   
 
  19.03.1998 Eine für die CEBIT geplante Do328 (31 Passagier) war mangels Interesse storniert worden. Die alternativ geplante Do228 (19 Passagiere) kam ebenfalls nicht zum Einsatz, zu wenig Nachfrage.
AEROTRANS stellt kurz darauf seine Tätigkeite ein!
   
 
  Frühjahr 1998 Ablehnung eines Zollflughafens Lahr durch die Oberfinanzdirektion (Begründung: zu wenig nachgewiesener regionaler Bedarf)
   
 
  März 1998 Die zum amerikanischen Flugzeugkonzern Rathyon gehörige Fa. BEECHCRAFT zieht die mündliche Zusage der Ansiedlung einer Wartungswerft in Lahr zurück und geht stattdessen nach Söllingen.
   
 
  07.03.1998 FLG-Chef Schädler rechnet hoch: pro 1.000 to Luftfracht entstünden 4 neue Jobs, möglich in Lahr seien 40.000 to Luftfracht, also 160 neue Arbeitsstellen  
   
 
  April 1998 Kurt Schädler wird im Streit entlassen, interimsweise wird der Freiburger Rechtsanwalt Roland Gäng zum neuen FLG-Chef ernannt
   
 
  Ostern 1998 Die RHEINTAL FLUG übt Touch-And-Go-Flüge am Feiertag in Lahr
   
 
  01.07.1998 Erneut wird Dr.Wilhelm Peters neuer Chef der Flugplatz Lahr GmbH
   
 
  19.05.1998 IGZ-Chef Kätzelmeier berichtet, dass angeblich bis zu 30 Firmen aus Spanien an einer Ansiedlung in Lahr interessiert seien  
   
 
  Juni 1998 Flugshow mit "Jordanische Falken" u.a. wird ebenfalls zum Flop: sattt erwarteter 150.000 kommen 10.000 Zuschauer
   
 
  Juni 1998 Die Stadt entschließt sich. als Bewerber für den Standort für die Endmontage des Super-Airbus A3xx ins Rennen zu gehen: Lahr soll Zusammenarbeit mit Frankfurt anstreben. Das Land will Zuschüsse für eine FAG-Studie geben
   
 
  31.07.1998 Umweltminister Schaufler: Lahr soll Zusammenarbeit mit Frankfurt anstreben. Das Land will Zuschüsse für eine FAG-Studie geben
   
 
  Okt. 1998 Nach 4 Jahren schließt das deutsch-kanadische Wirtschaftsinstitut
   
 
  25.02.1999 Post-AG bestätigt der BI, dass sie im Nacht-Luftpost-Verkehr in Lahr kleinere Maschinen einsetzen will, Fokker 27 der Fa. WDL-Aviation, anstatt Boeing 737
   
 
  März 1999 Erste Anfrage der Fa. Wiggins: geplant seien Investitionen von 150 Mio. DM und 1.600 neue Arbeitsplätze  
   
 
  April 1999 FAG-Studie zu Lahr: Im "Szenario 2" wird der Ausbau des Flugplatzes zu einem überregionalen Frachtflughafen mit Frachtumschlag-Center empfohlen. Dafür müsse bis 2005 aber völlige Nachtflug-Freiheit erreicht sein. Bis 2010 seien 120.000 to Fracht/Jahr möglich. "FAG hält Ansiedlung eines Home Base Carriers, eines Werftbetriebes oder Aufbau von Personenverkehr für wenig sinnvoll." Ebenso brächten Billig-Fluglinien etwas.
Verkehrsminister Müller, in einem Brief: "Letzlich besteht heute und auch künftig keine Unterversorgung des Raumes Lahr im Bereich des Linien- und Charterverkehrs."
 
   
 
  Sommer 1999 Neben Ettenheim, Mahlberg und Herbolzheim bewirbt sich auch Lahr um die Ansiedlung des Schiltacher Autozulieferers BBS (Felgen)- erfolglos
   
 
  Juli 1999 Erneut wird Dr. Peters gefeuert. Neuer Chef wird Kurt Jäger (siehe AEROTRANS)
   
 
  08.07.1999 Fa. Duravit löst ihr Zentrallager auf dem Flugplatz wieder auf
   
 
  Sept. 1999 Mit einem neuen Genehmigungsantrag (Entwurf E) will K.Jäger die Zahl der nächtlichen Flüge auf 18 Landungen erhöhen
   
 
  08.10.1999 Jäger: "Wir wollen Mitte des nächsten Jahres mit 2 Frachtflugzeugen anfangen. Die fliegen morgens raus und abends rein. Damit könnten wir 130 feste Arbeitsplätze schaffen. Die Gesellschaften fliegen Großraumfrachter, entweder B 747 oder eine MCDonald Douglas MD11. Wir verhandeln mit asiatischen Gesellschaften."  
   
 
  Okt. 1999 Jäger verspricht dem Friesenheimer Gemeinderat 1.850 neue Arbeitsplätze durch die Ansiedlung von 6 Speditionen oder Luftfrachtunternehmen.  
   
 
  01.12.1999 Jäger bedauert die Absage von DHL an Lahr. DHL hätte nach Jäger´s Angaben 1.200 Arbeitsplätze geschaffen (OT)
   
 
  22.12.1999 Jäger vor dem Lahrer Gemeinderat: "Steigerung auf 7-8 Cargo-Transporter täglich in 4-5 Jahren ist möglich, was rund 780 Arbeitsplätze entspräche" (LZ)  
   
 
  16.02.2000 Jäger: Neben Wiggins wollen sich 4 weitere Investoren in Lahr engagieren: Die Lufthansa-Tochter DANZAS, SWISS-AIR Cargo, sowie 2 weiter nicht Genannte. Jäger: Im Oktober 2000 werde man mit täglich 400 to Fracht beginnen (mit 4 Großraumflugzeugen). Im Jahr 2005 würden es 1.6000 to bei 14 täglichen Flugbewegungen sein. Insgesamt können in 2005 über 585.000 to Luftfracht umgesetzt werden !!! Der Umsatz werde von 45 Mio. DM (2000) auf 420 Mio. DM (2005) steigen, die Zahl der Mitarbeiter von 200 auf 900. Maximal würden 8 Flüge zwischen 24.00 und 06.00h stattfinden. In Köln (2.größter Frachtflughafen in Deutschland) wurden 1997/98 ca. 600.000 to Luftfracht umgeschlagen, bei umfassender Nachtflugerlaubnis. Die FAG-Studie ging von 80.000 - 100.000 to Luftfracht aus -im Jahr 2010 !  
   
 
  23.03.2000 SWISS AIR dementiert jegliches Interesse ihrere Cargo-Tochter an Lahr
   
 
  08.05.2000 Post-AG-Tochter DANZAS demetiert Interesse an Lahr, gleichzeitig kündigt die Post-AG an, ihre Nachtflüge in Lahr zu überprüfen
   
 
  31.07.2000 Post-AG kündigt BI an, dass sie ab 28.10.00 ihre Nachtflüge in Lahr einstellt
   
 
  Sommer 2000 "Interimsflugverkehr" in Lahr: Während der Renovierung der Straßburger Start- und Landebahn wird ein Teil des Flugverkehrs in Lahr abgewickelt.
Die angekündigte weitere Zusammenarbeit zwischen Lahr und Straßburg ist nach dem Ende des Interimsverkehrauch zu Ende.
   
 
  30.08.2000 Flugplatz GmbH ändert ihre Frachtzahlen: In 2000 soll es 7.000 to Luftfracht geben, ab 2001 rund 60.000 to und in 2004 dann 150.000 to.
150.000 to Luftfracht täglich wären 4-7 Maschinen täglich, an 6 Wochentagen. 100 neue Arbeitsplätze entstünden direkt, sowie das 3,3-fache indirekt auf jeden neu geschaffenen Platz
 
   
 
  Sept. 2000 Stadt Lahr bietet BMW Flächen für die Ansiedlung des neu geplanten BMW-Werkes an
   
 
  26.01.2001 Jäger berichtet von 5 Großinvestoren, für den Einstieg in Lahr, davon 1 x aus USA, 1 x BRD, 1 x Frankreich, 1 x Großbritanien und ein Saudi.
Neben Wiggins sei auch die irische Billiglinie RYAN AIR interessiert
 
   
 
  02.02.2001 BMW erteilt der Stadt Lahr eine definitive Absage
   
 
  09.02.2001 Wiggins wird Mehrheitsgesellschafter der FLG (LZ)
   
 
  17.02.2001 CDU-MdB Weiß berichtet von schriftlichen Absichtserklärungen für sechs B747-Fracht-Jumbo-Flüge pro Woche ab Lahr  
   
 
  12.03.2001 Jäger rechnet bis 2003 mit 120 Mitarbeitern bei der FLG, die täglich 2-3 Interkontinentalflüge abfertigen  
   
 
  16.05.2001 Die neuen Besitzer des Lahrer Flugplatzes, die brit. Wiggins-Group, wollen bis zu 60 Mio. DM investieren und erwarten bis Ende des Jahres die Aufnahme des Frachtflugbetriebes durch die südafrikanische MIKE KRÜGER AIRLINES (Blumen, Obst und Gemüse). Bis Ende 2001 seien 100.000 to Fracht in Lahr möglich, Die Kapazitäten lägen bei bis zu 200.000 to und jährlich bis zu 500.000 Passagieren (LZ)  
   
 
  17.08.2001 Ann Reynolds wird neue Chefin des Lahrer Flugplatzes
   
 
  17.08.2001 John Jones, Wiggins´ Europakoordinator macht der EDEKA-Zentrale das Angebot, über MK Airlines Obst und Gemüse aus Afrika importieren zu lassen. Die EDEKA-Zentrale dementiert direkte und konkrete Verhandlungen mit Wiggins
   
 
  Aug. 2001 Wiggins wiederholt eine Umfrage bei regionalen Unternehmen nach deren fliegerischem Bedarf, nachdem eine erste Umfrage kaum Reaktionen erbrachte
   
 
  19.10.2001 Kurt Jäger wird als Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft abgelöst
   
 
  16.01.2002 Die obskure Billigline BerlinJet (2 Studenten, 1 Kunstflieger) will nach Lahr  
   
 
  03.03.2002 A.Reynolds berichtet, dass "einige Firmen Lahr für Zwischenstopps nutzen wollen, andere den Flughafen in ihre Logistikkette integrieren wollen, und es auch Anfragen aus dem Passagierflugbereich gäbe" (Guller)
   
 
  24.03.2002 Das "Zugpferd Europapark" soll auch zum "Zugpferd für den Flugplatz" werden, der sich jetzt Blackforest Airport Lahr nennt. (STAZ)
   
 
  28.05.2002 Studie der Fachhochschule Heilbronn. Nicht viel Neues. Logistikfirmen, wie die z.Zt. sich ansiedelnde Fa. TNT sollen neben luftfrachtaffinen Betrieben, einer Wartungswerft, sowie Passagierflügen sich in Lahr etablieren. Neu ist die Idee, dass Hilfsorganisationen ab Lahr Hilfsgüter und -einsätze fliegen sollen  
   
 
  15.05.2002 Verwaltungsgerichtshof behandelt in Lahr die Klage von 8 Personen gegen die Frachtgenehmigung
   
 
  03.06.2002 "GEOMATICS" steht vor dem Aus / Insolvenzverfahren beantragt (LZ)
   
 
  04.06.2002 VGH verwirft die Klage und genehmigt den Frachtflug-Antrag
   
 
  12.09.2002 Reynolds berichtet, dass Fisch aus Vietnam usw. eingeflogen werden könne, sobald Lahr erst eine "Grenzkontrollstelle" eingerichtet habe. Diese Border Inspection Post gilt für Fleisch- und Fischprodukte von außerhalb der EU und solle ab November in Lahr ihre Arbeit aufnehmen. Dann könnten 5 Flüge pro Woche stattfinden. Im Passgierflugbereich gebe es Anfragen mehrerer Fluggesellschaften, mit gleich 2-3 Flugzielen (BZ)  
   
 
  21.11.2002 Reynolds: 15 Arbeitsplätze entstünden bei Passagierbetrieb sofort, ca. 400 in den nächsten 3 Jahren, bei dann 500.000 Passagieren/Jahr (mit 300 Flügen in B737). Lahr werde zur "Drehscheibe für Billig-Airlines am Oberrhein" (LZ)  
   
 
  Nov. 2002 Reynolds: Mit 2 Billiglinien gebe "es Einigkeit über den Flugbetrieb". Eine gehe davon aus, dass bei "... täglich einem Flug 20 Mio. Euro Kaufkraft/Jahr in die Region flössen". Im ersten Jahr seien 100.000 Passagiere zu erwarten (täglicher Billigflug London-Lahr). Nach 3-4 Jahren seien es eine halbe Million Passagiere, das entspräche einer Nachfrage nach 400 Mitarbeitern.  
   
 
  21.11.2002 Wiggins beantragt Passagierflug für den Black Forest Airport Lahr (LZ)
   
 
  30.12.2002 Reynolds verspricht bis zu 500.000 Passagiere pro Jahr (LZ)  
   
 
  25.01.2003 Verkehrsminister Ulrich Müller spricht sich gegen Passagierflug in Lahr aus (LZ)
   
 
  15.05.2003 Der NATO-Status des Flugplatzes Lahr fällt. Der Flugplatz Lahr wird "militärisch entwidmet", d.h. es werden zukünftig ausschließlich zivile Trägerschaften in Lahr geduldet. Die NATO hat keine Rechte mehr, den Flugplatz zu nutzen, das Militär zieht sich für immer aus Lahr zurück.
   
 
  03.07.2003 Das Gutachten zum Passagierflugantrag ist fertig. Es ist die Rede von bis zu 1,2 Millionen Passagiere in 2015 (LZ)  
   
 
  18.07.2003 Verkehrsminister Döring ist gegen den Passagierflugbetrieb. Der Landesentwicklungsplan (2002) hätte seine Gültigkeit. Laut LEP sind nur Söllingen und Friedrichshafen als Regionalflughäfen vorgesehen. (LZ)
   
 
  24.09.2003 Wiggins kündigt Florida-Flüge von und nach Lahr an (wohlgemerkt bis dato OHNE Passagierflug-Lizenz). Mit Jumbos will man von Melbourne/Florida nach Lahr fliegen. (OT)  
   
 
  30.11.2003 Der Geschäftsführer des Europa-Parks Rust (R.Mack) verspricht bis zu 500.000 Passagiere -allein für den Europa-Park- pro Jahr. (Guller)  
   
 
  10.12.2003 Nach 5 monatiger Pause wird die Wiggins-Aktie wieder an der Londoner Börse gehandelt (BZ). Gleichzeitig gibt es wieder Meldungen über eine drohende Insolvenz der Gesellschaft. Der Name der Gesellschaft wird von "Wiggins" in "Planestation" geändert.
   
 
  Jan. 2004 Eine Ablehnung des Passagierflug-Antrags zeichnet sich ab. Wirtschaftsminister Döring äußert sich öffentlich zur bervorstehenden Ablehnung
   
 
  13.02.2004 Der russische Kampfjet-Hersteller "Sukhoi" will den Flugplatz kaufen. Eine Woche später stellt sich heraus, dass dies eine "Luftnummer" (BZ) war. Warum dieses Angebot kam, ist bis heute nicht geklärt.  
   
 
  21.02.2004 Der Flugplatzbetreiber Planestation (früher Wiggins, s.o.) verspricht Direktflüge nach Florida in 2005 - immer noch OHNE Passagierfluglizenz. (BZ)  
   
 
  01.03.2004 "EUjet" (eine irische Flugzeugleasing-Firma) will mit Planestation zusamenarbeiten und dabei auch den Flugplatz Lahr anfliegen. (BZ)  
   
 
  08.03.2004 Planestation-Geschäftsführer Oliver Iny wird zum Rücktritt gezwungen. Nachfolger wird der "Sanierer" Martin May.
   
 
  30.03.2004 Die Landesregierung gibt ihr NEIN zum Passagierflug bekannt und untermauert die Entscheidung mit einer detaillierten Stellungnahme.
   
 
  Apr. 2004 Der Planestation-Konzern soll bis Mitte des Jahres neu oerganisiert werden. Man will 1/3 Personalkosten einsparen. (BZ, internet
   
 
  06.07.2004 Die Geschäftsführerin des Black-Forest-Airport, Ann Reynolds, fällt den Sparmaßnahmen des Konzerns zum Opfer und wird entlassen. (BZ)
   
 
  05.08.2004 Der Antrag auf Passagierflug ab Lahr wird vom Regierungspräsidium Freiburg abgelehnt.
   
 
  28.02.2005 Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) widerspricht der Ablehnung von Passagierflug (August 2004). Das Regierungspräsidium Freiburg muss neu entscheiden.
   
 
  29.04.2005 Das Land legt Beschwerde gegen die Entscheidung des VGH ein.
   
 
  03.06.2005 Anfang Juni 2005 wird die Beschwerde begründet und die Entscheidung an das Bundesverwaltungsgericht Leipzig weiter gegeben.
   
 
  26.07.2005 Die Muttergesellschaft der Black Forest Airport GmbH, Plane Station Group plc, ist zahlungsunfähig.
   
 
  24.08.2005 Der Hauptflughafen von Plane Station, Manston, wird an "infratil" verkauft. In Lahr will der Tunnelbau-Unternehmer Herrenknecht vorübergehend finanziell einspringen.
   
 
  23.09.2005 Der Black Forest Airport wird für 500.000 Euro an "Churchill Airports" verkauft. Geldgeber und Partner von "Churchill Airports" ist die australische Investorengruppe "Babcock & Brown".
   
 
  24.11.2005 Das Betriebskonzept wird geändert: Eine Zusammenarbeit mit dem Europa-Park soll die Rettung und die beantragte Passagierflug-Lizenz bringen.
   
 
  01.02.2006 In der Landtagsdebatte spricht sich die Landesregierung (Innenminister Heribert Rech) dagegen aus, dass Lahr Regionalflughafen wird.
   
 
  19.01.2006 Der Betreiber Babcock & Brown beantragt einen "Sonderflughafen Lahr" als Zubringerflughafen für Europa-Park-Gäste. Der Flugplatz Lahr soll privatwirtschaftlich betrieben werden und ohne öffentliche Mittel auskommen.
   
 
  09.03.2006 2600 Arbeitsplätze werden versprochen (175 bis 270 direkt auf dem Flugplatz, der Rest im Europa-Park). Man rechnet mit 780.000 bis 1,2 Millionen Passagiere. (LZ)  
   
 
  16.06.2006 Der "Sonderflughafen" wird vom Regierungspräsidium Freiburg mit Auflagen genehmigt. Nun spricht man nur noch von 70 Arbeitsplätzen am Flugplatz direkt. Der Betreiber Babcock & Brown will eine höhere Summe "im einstelligen Millionenbereich" in den Flugplatz investieren. (LA)
   
 
  28.10.2006 Aus Berlin kommend landet die erste offizielle Passagiermaschine für den Europa-Park in Lahr. Die 144 Fluggäste haben überwiegend gesponsorte Flug- und Eintrittstickets in der Tasche. (LZ)
   
 
  13.01.2007 Durch den Rückzug der Klage beim BVG wird nun die Ablehnung Lahrs als Vekehrsflughafen rechtskräftig. Die Pläne für einen Regionalflughafen sind ad acta gelegt. (BZ)
   
 
  14.03.2007 Der Status "Sonderflughafen" als Zubringerflughafen ausschließlich für den Europa-Park Rust soll im Generalverkehrsplan Baden-Württemberg festgeschrieben werden. Allgemeiner Passagierflug wird somit ausgeschlossen. (BZ)
   
 
  04.07.2007 Am 3.Juli landet das erste Passagierflugzeug mit Gästen für den Europa-Park. Die Presse berichtet von 70 Passagieren aus Wien, die in einer 140-Sitzplätze-Boeing eingeflogen werden. Darunter viele Kinder, die gratis mitfliegen durften. (LZ)
   
 
  10.08.2007 Ende Juli 2007 wird ein gefürchteter Mais-Schädling in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes Lahr entdeckt. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Maiswurzelbohrer mit Flugzeugen nach Lahr kam. Sicherheitszonen werden rings um den Flugplatz eingerichtet und die chemische Behandlung der Maisfelder folgen. (BZ)
   
 
  10.10.2007 Der Bundesfinanzhof (BFH) spricht ein Urteil, nachdem Lahr keinen Zollstatus erhalten wird. (LZ, BFH)
   
 
  Jan. 2008 Ein Teil des Flugplans 2008 für den Europa-Park wird im Internet (www.europapark.de) veröffentlicht. Aus Österreich kommen lediglich 9 Flugzeuge während der ganzen Europapark-Saison 2008 nach Lahr. (internet)
   
 
  Juli 2008 Die kurze Sommer-Flugsaison 2008 in den Europa-Park ist zu Ende. Mit dem geplanten Flug an Halloween werden maximal 500 Besucher in 2008 in den Europa-Park eingeflogen. Geplant (und Basis der Genehmigung) waren einmal 250.000 Passagiere ab 2007.
   
 
  Sept. 2008 Der Betreiber des Flugplatzes Lahr, Babcock & Brown, steckt in einer Krise. Der Aktienwert des Unternehmens ist in einem Jahr um 95 Prozent gefallen. Parallelen zur Plane Station Insolvenz in 2005 sind erkennbar. (internet)
   
 
  Jan. 2009 Das Finanzimperium des Flugplatz-Betreibers (Babcock & Brown) wird zerschlagen. Der Aktienhandel wird beendet. Der Flugplatz Lahr soll wieder einmal verkauft werden. (internet, STAZ)
   
 
  März 2009 Der Flugplatz-Eigentümer Babcock & Brown muss Insolvenz anmelden. (internet, Handelsblatt)
   
 
  Juni 2009 Die Pilotenvereinigung "CockPit" stellt Sicherheitsmängel am Flugplatz Lahr fest (internet, BZ, LZ)
   
 
  Okt. 2009 Die Flugsaison 2009 in den Europa-Park ist zu Ende. Wiederum sind es nicht mehr als 500 Besucher in der gesamten Saison. Geplant waren für 2009: 500.000 Passagiere !
   
 
  März 2010 Es wird bekannt, dass in 2010 keine Europa-Park-Flüge durchgeführt werden. Der Eigentümer des Flugplatzes, die insolvente Investmentgesellschaft Babcock & Brown, will den Flugplatz verkaufen. (LZ, SWR, internet)
   
 
   
 
  April 2011 Am 29.April 2011 bietet die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den Flugplatz zum Verkauf an. (LZ, BZ)
   
 
  15.09.2011 Im Auftrag Lahrs und Friesenheims und der IGZ wurde wieder einmal eine Studie erstellt. Als Entwicklungsmöglichkeiten wurden von Professor Rolf-Jürgen Ahlers (Forum Luft- und Raumfahrt Baden-Württemberg) genannt:
"Die alternative Treibstoffentwicklung, das Abwracken und das Recyceln alter Flugzeuge, der Aufbau eines europäischen Zentrums für Rettungsfliegerei und Feuerbekämpfung aus der Luft in Lahr, der Umbau von Flugzeugen in fliegende Krankenhäuser – oder allgemein: Lahr als Studienzentrum für Luftverkehrstechnik, die an die Universitäten am Oberrhein angebunden wäre." (LZ, BZ)
   
 




    Hier endet die Dokumentation (vorerst !!!)
© BI gegen einen Flugplatz Lahr
 




    Abkürzungen:
IGZ : Industrie- und Gewerbezentrum Lahr
FAG : Frankfurt Airport GmbH
FLG : Flugplatz Lahr GmbH
BFAL : Black Forest Airport Lahr
LEP : Landesentwicklungsplan
BFH : Bundesfinanzhof
 




    Quellen:
(LZ) : Lahrer Zeitung
(BZ) : Badische Zeitung
(STAZ) : Stadtanzeiger
(OT) : Offenburger Tageblatt
(Guller) : Sonntagszeitung
(LA) : Lahrer Anzeiger / Offenburger Tageblatt
(internet) : div. Internet-Seiten

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