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vom 01. Februar 2012 , Stadtanzeiger
Flugplatz: Um den Kaufpreis wird noch gerangelt
Nachtragshaushalt angepeilt - Stadt hofft auf Abschluss „in den nächsten Monaten“
Norbert Rössler
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Lahr. Der mit 100,77 Millionen Euro erstmals die 100 Millionen-Marke überschreitende Haushalt der Stadt Lahr wurde am Montagabend vom Gemeinderat bei einer Gegenstimme des Linken-Gemeinderats Lukas Oßwald und einer Enthaltung des FDP-Mandatsträgers Hermann Hauer verabschiedet, doch es könnte sein, dass in diesem Jahr nochmals aufgestockt werden muss. Dann nämlich, wenn die Stadt – was erklärte Absicht ist – das für eine fliegerische Nutzung vorhandene Areal des Flugplatzes kauft. Dabei geht es natürlich um den Preis, und mancher Mandatsträger denkt an das langwierige Procedere im Zusammenhang mit dem Kasernengelände. Damals hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zunächst 5,5 Millionen Euro gefordert, schließlich wurde das Areal, so ein Stadtrat, für einen Euro an einen privaten Investor verkauft. Die Bima hatte nach dem Rückzug der bisherigen Betreiber, die australische Investorengruppe Babcock & Brown, die insgesamt 210 Hektar umfassenden Flugbetriebsflächen sowie die Anteile an der Betreibergesellschaft Black Forest Airport Lahr GmbH bereits im April vergangenen Jahres in einem zunächst bis 15. Juni befristeten Insertionsverfahrens zum Verkauf ausgeschrieben. Offenbar hat sich bislang kein Investor gemeldet, der erstens die geforderte Summe zahlt und zweitens die Möglichkeit erkennen lässt, das Gelände auf auch finanziell solider Basis zu nutzen. Grund für die Stadt, selbst Kaufinteresse anzumelden. Auf Unterstützung der beiden größten Gemeinderatsfraktionen kann sie dabei setzen. „Die SPD Fraktion begrüßt auf jeden Fall den Erwerb des Geländes", betonte am Montagabend der Fraktionsvorsitzende Roland Hirsch, der auch darauf verwies, dass „der ins Haus stehende Erwerb des Flugplatzgeländes eine finanzielle Herausforderung darstellen" werde. Hirsch: „Notwendige finanzielle Mittel sind im Haushalt 2012 bislang nicht eingestellt, so dass auf jeden Fall eine Nachtragssatzung notwendig sein wird." „Wir unterstützen nachhaltig die Entwicklung auf dem Flugplatz", unterstrich auch CDU-Stadtrat Rudolf Dörfler. Natürlich, so Dörfler, werde „ die aktuelle Diskussion zunehmend auf die Fliegerei fokussiert". Der finanzpolitische Sprecher: „Solange auch nur ein Fünkchen Hoffnung besteht, wird die CDU eine fliegerische Nutzung mit aller Kraft unterstützen. Und das was bisher geleistet werden konnte, stimmt uns zuversichtlich, dass ein gutes Ende naht." Das Beispiel Kasernengelände habe, so Dörfler „gezeigt, dass langer Atem und mutiges Handeln in der richtigen Mischung manchmal zum Ziel führen kann". Die Verhandlungen mit der Bima seien „fortgeschritten, jedoch noch nicht abgeschlossen", betonte gestern OB Müller auf Anfrage. Mit dem Abschluss eines Kaufvertrags sei „in den nächsten Monaten, mindestens jedoch im laufenden Haushaltsjahr 2012 zu rechnen". Die Stadt verfolge weiterhin die fliegerische Nutzung und gehe auch davon aus, „dass es zu einer neuen Betreibersituation kommen wird". Wie die Stadt will sich auch Markus Kästel von der Bima in Freiburg zu einem möglichen Kaufpreis nicht äußern. Auch er ist aber offenbar hoffnungsvoll, dass es zu einem Abschluss kommen wird. „Wir sind", so Kästel, „auch mit der Stadt in ganz konstruktiven und guten Gesprächen." |
