BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 09. August 2011   ,         Badische Zeitung


 

Babcock zahlt vorerst weiter

Verhandlungen um den Verkauf des Lahrer Flugplatzes noch ohne konkretes Ergebnis.

Manfred Dürbeck

 

LAHR. Axel Grossmann, Geschäftsführer der Black Forest Airport Lahr (BFAL) GmbH, hat Gerüchten widersprochen, der Eigentümer Babcock habe die Zahlungen an die Mitarbeiter eingestellt. Diese Nachricht soll er angeblich vergangene Woche in einer Betriebsversammlung der Belegschaft mitgeteilt haben. "Dies", so bekräftigte er gestern gegenüber der Badischen Zeitung, "ist nicht der Fall." Er habe den Mitarbeitern im Rahmen einer Zusammenkunft lediglich gesagt, dass "der Fall in nicht ferner Zukunft eintreten könnte".

Bekanntlich sucht die Freiburger Dependance der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben seit Ende April nach einem Nachfolger für die BFAL, nachdem Babcock selbst bei diesem Versuch lange Zeit erfolglos geblieben war. Unbestätigten Meldungen zufolge hat die Bima seit der Ausschreibung auf die monatliche Pacht verzichtet, die Babcock als Eigentümer des BFAL bislang überwiesen habe. Nach BZ-Informationen handelt es sich dabei um 40 000 Euro pro Monat. Markus Kästel, der für den Verkauf von Liegenschaft und Lizenz zuständige Mann bei der Bima, wollte gestern weder diese Meldung bestätigen noch konkrete Angaben über den Stand der Verkaufsverhandlungen geben. Nur soviel: "Wir haben getan, was wir tun konnten, um den Verkauf positiv zu begleiten." In den vergangenen sieben Wochen hätten sich diverse Interessenten gemeldet, deren Angebote jetzt auf Seriosität und Belastbarkeit geprüft würden. Ob die auch in der Angebotssumme den Vorstellungen der Bima entsprechen, dazu wollte Kästel nichts sagen. "Die Prüfung dauert eben länger. Schließlich handelt es sich um eine große Immobilie und nicht um ein Einfamilienhaus."

Dass sich Babcock peu à peu von Lahr verabschiedet, wollte auch Grossmann nicht dementieren. Er habe die Mitarbeiter aber vor den Ferien in der vergangenen Woche nicht zu einer Betriebsversammlung, sondern zu einem Treffen zusammengerufen, um sie über den aktuellen Stand zu informieren und die brodelnde Gerüchteküche zu unterbinden. "Dabei," so Grossmann, "habe ich meinen Kenntnisstand über die Verkaufsverhandlungen dargelegt." Deren Verlauf sei entscheidend für die weitere Entwicklung. "Sollten die Verkaufsergebnisse nicht zu einem befriedigenden Ergebnis kommen, ist denkbar, dass es in Kürze dazu kommt, dass Babcock die Zahlungen einstellt. Der Fall kann in nicht allzuferner Zukunft durchaus eintreten. Sicher ist, es wird nicht nochmal zwei weitere Jahre so weitergehen wie bisher."

Ganz zugeknöpft gab sich Martin W. Rey, der Geschäftsführer der deutschen Babcock: "Ich sage gar nichts." Nur soviel: "Wir sind derzeit in hochvertraulichen Gesprächen. Die Situation ist so, dass es sinnvoll ist, gegenüber den Medien überhaupt keine Auskünfte zu geben."

 
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