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vom 29. Januar 2010 , Badische Zeitung
BI fordert Alternativen für den Lahrer Flugplatz
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Die Bürgerinitiative (BI) gegen den Flugplatz Lahr ruft angesichts der Situation auf dem Flugplatz die Mitgliedsgemeinden des interkommunalen Zweckverbands dazu auf, Szenarien zu entwerfen, wie das Gelände ohne Flugbetrieb genutzt werden könnte. LAHR/ICHENHEIM (has). "Wir sind im Prinzip auf dem Stand von 1993. Es ist höchste Zeit, Alternativen zu entwickeln", sagte Josef Hugelmann bei der Hauptversammlung der Bürgerinitiative zu der Tatsache, dass es die verschiedenen Flugplatzbetreiber in 17 Jahren nicht geschafft haben, einen nennenswerten Flugverkehr aufzubauen.Sowohl Wiggins als auch die Plane Station Group und jetzt aktuell Babcock & Brown hätten sich schnell von ihren zum Teil hochfliegenden Plänen verabschieden müssen. Die beiden Vorsitzenden und Dieter Oschwald nutzten die Hauptversammlung im Gasthaus Löwen, um wesentliche Ereignisse des Jahres 2009 zusammen zu fassen. Aufgrund der globalen Finanzkrise habe Babcock & Brown Insolvenz anmelden müssen. Das Imperium des einst weltweit agierenden Investors werde abgewickelt. Statt der anfangs prognostizierten 1,2 Millionen Passagiere zum Europa-Park für das Jahr 2011 hätten sich die Passagierzahlen seit Beginn der Europa-Park-Flüge Jahr um Jahr verringert bis auf ganze 16 Flüge mit insgesamt etwa 800 Passagieren im Jahr 2009. Aktuell seien keine weiteren Europa-Park-Flüge nach Lahr geplant. Stattdessen tauche Söllingen auf der Internet-Seite des Europa-Parks auf (siehe BZ vom 20. Januar). Auf dem Flugplatz gebe es 220 Hektar Fläche, die von den Kommunen des Zwecksverbands sinnvoll genutzt werden könnte, um den Flächenverbrauch auf der eigenen Gemarkung zu senken. Dies könne auch in Form von Ausgleichsflächen für das Ökokonto geschehen. Immerhin, so Wolfgang Huppert vom BUND Friesenheim, hätten sich dort ökologisch hochwertige Wiesen entwickelt – mit Brutplätzen für Feldlerche und Kiebitz, die es sonst hier kaum mehr gebe. Ein Bürger aus Schuttern beklagte heftig den Lärm, der an den Wochenenden von Hobbyfliegern verursacht werde: "Im April oder Mai geht das wieder los und die fliegen dann zum Starten und Landen tief über das Dorf." Seine Beschwerden beim Regierungspräsidium hätten nichts gebracht. Oschwald riet, zweigleisig zu fahren. Zum einen will sich die BI darum kümmern, dass die Hobbyflieger den Flugkorridor einhalten. Zum anderen sollten die vom Fluglärm geplagten Anwohner eine Unterschriftenliste bei der Gemeinde einreichen mit der Bitte, dass der Bürgermeister oder der Ortsvorsteher mit den Fliegern sprechen. Wahlen: Der dreiköpfige Vorstand, bestehend aus Dieter Oschwald, und Eberhard Jeske, wurde einstimmig wieder gewählt. Kassenwart bleibt Hans Bensing. |
