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Anmoderation Katharina Herrmann: "Zweieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass der Flugplatz in Lahr die Erlaubnis bekam, als Zubringerflughafen für die Gäste des Europa-Parks zu fungieren. Mit großen Hoffnungen und Erwartungen startete man in das neue Konzept, doch heute sieht das Lage ganz anders aus. Von den erwarteten Passagierzahlen in man weit entfernt. Flughafengegner sprechen sogar von einem Flop." Film: Wohin geht die Reise des Flughafen in Lahr? Fakt ist, dass man mit deutlich mehr Passagieren gerechnet hatte. Doch verantwortlich für die geringen Fluggastzahlen ist nicht der Europa-Park, sondern der Betreiber. Der australische Inverstor Babacock & Brown, der bietet einfach nicht genügend Charterflüge an. Die Stadt Lahr zeigt sich darüber enttäuscht. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G.Müller: "Das dürfte in der Tat mehr sein, wobei ich bei dieser Gelegenheit unterstreichen möchte, es ist ja nicht die Stadt Lahr, die diesen Flughafen führt und überhaupt ist es uns gelungen als Stadt, als Region diesen Flughafen zu privatisieren. Das heißt, dass was dort nicht passiert, das was dort möglicherweise als Defizit hängen bleibt, ist kein Defizit, das die Stadt Lahr und die anderen Kommunen zu tragen haben." Film: Das Defizit trägt der Investor und von Babcock & Brown, die sich finanziell sowieso schon auf einer Talfahrt befinden, war heute keine Stellungnahme zu bekommen. Der Europa-Park in Rust ist eigentlich ganz zufrieden mit der Kooperation mit dem Flughafen in Lahr. Caroline Becker, Pressesprecherin Europapark "Das hat sich insofern gelohnt, dass wir sehr viele Marketing-Maßnahmen in Österreich ergriffen haben mit Beginn der Flüge und die sich natürlich auch in anderen Bereichen auszahlen. Das heißt, wir haben auch mehr Österreichische Besucher, die mit dem Bus anreisen, oder mit dem Auto als Individualgäste hier anreisen. Das heißt unsere Marketing-Maßnahmen sind nicht nur auf die Flüge gemünzt, sondern auch für ganz normale Besucher, die andere Verkehrsmittel wählen, um hierher zu kommen." Film Es sind nur die Österreicher die kommen, denn zur Zeit kann man nur von Wien aus nach Lahr fliegen. In den zwölf Maschinen, die in diesem Jahr diese Route geflogen sind, saßen insgesamt rund 650 Gäste des Europaparks. Zu Beginn sprach der Investor von bis zu 250.000 Gästen pro Jahr. Wohl eine Übertreibung, um für das Projekt zu werben. Der Flughafen in Lahr ist -trotz weniger Europaparkgästen- für den OB unverzichtbar. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G.Müller: "Wenn SC Freiburg Gäste hat, aus anderen Bundesländern hat, wie kommen die? Die kommen mit dem Flugzeug, die müssen in Lahr landen. Wenn der "Bambi" in Offenburg stattfinden, wo kommen die Leute....wie landen sie? Die landen in Lahr. Barack Obama landet möglicherweise in Lahr, also jetzt zu sagen, wir brauchen den Flughafen nicht, weil einfach zu wenig Passagiere da wären, wäre wirklich viel zu kurz gesprungen, weil Flughäfen auch in der Zukunft nach wie vor und vielleicht noch mehr gebraucht werden." Film: Auch im nächsten Jahr werden nur Gäste aus Wien in Lahr landen, ein paar Hundert werden es vielleicht sein. Nicht gerade viel, wenn man bedenkt, dass der Europapark auch in diesem Jahr wieder rund vier Millionen Besucher zählen wird. Ob es irgendwann mehr werden, die nach Lahr fliegen, das weiß jetzt noch niemand.
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