BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 19. Dezember 2008   ,         Lahrer Zeitung


 

Fliegerische Nutzung aufgeben

Bürgerinitiative fordert neues Konzept / "Parallelen zu Wiggins"

 

Lahr. Die Fluggegner melden sich wieder zu Wort: Die "Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr" hat ein "zukunftsweisendes Konzept" ohne fliegerische Nutzung gefordert. Hintergrund sind die bisherige Entwicklung und die finanzielle Situation der Betreiberfirma.

Bei der Hauptversammlung der BI am Mittwoch im "Löwen" in Ichenheim gab es eine Diskussion über die aktuelle Finanzsituation des Flugplatzbetreibers Babcock & Brown. Eine Schuldenlast von 3,7 Milliarden Australischen Dollar (1,9 Milliarden Euro) laste auf dem Unternehmen, so die Fluggegner in einer Pressemitteilung. Nachdem der Aktienkurs um 99 Prozent eingebrochen sei, muss man davon ausgehen, dass die geplanten Sparmaßnahmen des Betreibers an Lahr nicht spurlos vorbeigehen werden. "Ich erkenne da große Parallelen zum Untergang von Wiggins/Plane Station", sagte ein BI-Mitglied an diesem Abend.

Ein weiteres Thema waren die rückläufigen Passagierzahlen des Europa-Parks. Nach 2500 Passagieren im Jahre 2007 wurden im ablaufenden Jahr nur noch 450 Passagiere eingeflogen, so die Fluggegner. Ein Vorstandsmitglied berichtete, dass "für das kommende Jahr auch nur 12 Flüge aus Wien geplant sind, obwohl ursprünglich 250.000 Passagiere geplant waren".

Aus den Reihen der Anwesenden wurde die Meinung vertreten, dass angesichts der "aussichtslosen Situation" des Black-Forest-Airports die Weichen nun endlich neu gestellt werden müssten. Mehrere BI-Mitglieder forderten, dass die Verantwortlichen sich nun "ernsthafte Gedanken über eine sinnvolle zukünftige Nutzung" des Flugplatz-Geländes machen sollten. "Angesichts der aufgekommenen Lärmdebatte in Lahr müssen nun Alternativen entwickelt werden, um das Gelände bestmöglichst für die Zukunft zu rüsten", so ein BI-Mitglied. An Flugmöglichkeiten sei bisher noch kein angesiedelter interessiert, behauptet die BI. Die fliegerische Nutzung sollte daher umgehend aufgegeben werden, um eine zukunftsträchtige, nachhaltige und sichere Überplanung des Geländes zu gewährleisten. Der Vorstand hat den Auftrag erhalten, eine öffentliche Diskussion zur nichtfliegerischen Umnutzung des Flugplatzgeländes in Gang zu setzen.

Bei den Wahlen wurde der Vorstand, bestehend aus , Dieter Oschwald und Eberhardt Jeske sowie Kassenwart Hans Bensing ohne Gegenstimme bestätigt. Die Mitgliederzahl ist durch Wegzug leicht rückläufug und liegt nun bei 135, so die BI.

 
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