BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 16. Juli 2008   ,         BI-Recherche


 

Europa-Park-Flüge   2008

Die kurze Sommer-Flugsaison 2008 in den Europa-Park ist zu Ende.
Die Bürgerinitiative zieht eine ernüchternde Bilanz.

Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

 

Zielerreichung: kleiner 1%

Insgesamt wurden von der BI bisher 8 Flüge (7 im Sommer, ein Flug an Ostern) gezählt. Geplant sind noch zwei weitere an Halloween. Wenn es gut läuft, werden insgesamt 500 Besucher in diesem Jahr in den Europa-Park eingeflogen. Geplant waren einmal 250.000 Passagiere ab 2007 bis 1,2 Millionen in 2011. Die Gewinnschwelle liegt (laut Badischer Zeitung vom 17.Mai 2006) bei 100.000 Besuchern bzw. 200.000 Passagieren pro Jahr.

Nur Flüge aus Wien

Flüge aus Großbritannien, den Benelux-Ländern, Österreich und Berlin wurden versprochen. Übrig geblieben ist lediglich eine Destination: Wien.
Bereits im Februar 2008 erfuhr die BI, dass keine England-Flüge stattfinden werden. Das Interesse in 2007 war -trotz großer Werbeaktivitäten- schlichtweg zu gering.

Auslastung ein Problem

Wie im vergangenen Jahr, hat die BI auch in diesem Jahr gelegentlich die Flüge beobachtet und die Passagiere gezählt. An Ostern kamen 88 Passagiere in einem halb leeren Airbus A319 an. Da die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben war, wurden im Sommer kleinere Flugzeuge eingesetzt. Während der Flüge im Juli 2008 wurde eine kleinere Turboprop-Maschine ATR72 (max. 70 Sitzplätze) der dänischen Fluglinie DAT eingesetzt. Der Ladefaktor war überwiegend ausreichend, allerdings gingen die Passagierzahlen auf 30 bis 65 Passagiere pro Flug zurück.

Alte Argumente zählen nicht mehr

Ein Hauptargument beim Passagierflugantrag waren die kurzen Transferzeiten zum und vom Europa-Park. Ein Tranfer von vorhanden Nachbarflughäfen war damals -aus Zeitgründen- "unzumutbar". Ein Argument, das die BI nicht nachvollziehen konnte. Durch die Umstellung auf langsamere Turboprop-Flugzeuge verlängert sich die An- und Abreisezeit nun um mindestens zwei Stunden.

Umweltfrevel

Die eingesetzten Flugzeuge der Fluglinie DAT wurden als "Taxidienst" durchgeführt. Jede Maschine setzte in Lahr Passagiere ab und flog leer weiter zum nächsten Auftrag. Bei der Abreise flogen die Maschinen leer nach Lahr und nahmen die Passagiere auf. Die vielen Leerflüge sind in Bezug auf Umweltbelastung und Wirtschaftlichkeit äußerst fragwürdig.

 
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