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vom 21. Juni 2008 , Baden Online / Mittelbadische Presse
Lahrer Flugplatz will Frachtflüge ausweiten
Investor in Verhandlungen / Nur neun Passagierflüge für Europa-Park Rust
von Sabine Schwendemann
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Langsamer als erwartet sind auf dem Lahrer Flugplatz die Passagierflüge für den Europa-Park Rust in Gang gekommen. Investor Babcock & Brown verspricht sich aber bald mehr Frachtflüge. Lahr. Neun Flüge mit Europa-Park-Besuchern aus Wien werden in diesem Jahr auf dem Black Forest Airport in Lahr erwartet. Die Touristen-Flüge von den britischen Inseln bleiben aber aus. Auf Anfrage der Mittelbadischen Presse räumt Martin Rey, Europa-Vorstand des australischen Investors Babcock & Brown ein, dass es länger als geplant dauere, bis das Großbritannien-Geschäft beginnen könne. Babcock & Brown sei aber »nach wie vor dran«. »Sehr positive Signale« verspricht sich Rey allerdings im Frachtbereich. Dort laufen aktuell offensichtlich Verhandlungen, Rey wollte sich aber noch nicht über »ungelegte Eier« äußern. Allerdings wurde klar, dass dabei auch der fehlende Zollstatus Lahr eine Rolle spielen könnte. Lahr darf bisher keine internationalen Frachtflüge abfertigen. Der Lahrer Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller kämpft kontinuierlich für eine Zollstelle vor Ort. Die Parlamentarische Staatssekretärin Nicolette Kressl vom Bundesfinanzministerium in Berlin sichterte Müller Anfang Mai entsprechende Unterstützung zu: »Kein Zollantrag soll einen Cargo-Flug nach Lahr verhindern«. Gestern präsentierte Müller den Vorschlag, in einem neuen, beim trinationalen Oberrheinrat angesiedelten Flughafenausschuss sollte »die zukunftsorientierte Aufgabenverteilung« der deutschen, elsässischen und nordschweizer Flughäfen in Straßburg, Basel, Colmar, Lahr und Söllingen ausgearbeitet werden. Martin Rey trat entschieden Spekulationen entgegen, Babcock & Brown interessiere sich nicht wirklich für den Lahrer Flughafen. Zu Gerüchten, Lahr sei dem Investor unter dubiosen Umständen als eine Art »Dreingabe« für ein anderes Geschäft übergeben worden, sagte er: »Das ist nicht richtig«. Lahr ist für die Australier ein Entwicklungsprojekt, ähnlich dem Flughafen im tschechischen Pilsen, der parallel erworben wurde. Außerdem gehören Babcock & Brown Anteile am Istanbuler Flughafen.Im Europa-Park selbst scheint sich die Enttäuschung über das zähe Geschäft mit Fluggästen in Grenzen zu halten. Der Freizeitpark stuft es als »tolle Entwicklung« ein, dass österreichische Besucher per Flugzeug schnell und unkompliziert anreisen können. |
