BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 9. Januar 2008   ,         BI-Recherche


 

Fluglärm macht krank

Quelle: Presseartikel aus Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung 07

Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

 

Häufiger nächtlicher Fluglärm kann den Blutdruckdauerhaft erhöhen. Das hat schon 2001 eine schwedische Studie am Stockholmer Flughafen ergeben.Jetzt haben Y. Aydin und M. Kaltenbach den Zusammenhang zwischen Fluglärm und Blutdruck amFrankfurter Flughafen untersucht, der mit fast 500 000 Flugbewegungen jährlich einer der größtenFlughäfen in Europa ist.

In die Studie eingeschlossen waren 53 Frauen und Männer, die in zwei verschiedenen Wohngebieten östlich und westlich des Frankfurter Flughafens schon längere Zeit ansässig waren. Durch Wind-richtung und Hauptflugrouten war das westliche Wohngebiet wesentlich häufiger und länger durch hohen Fluglärm belastet: in der Beobachtungszeit von zwölf Wochen war das westliche Wohngebiet75 % der Zeit einem Fluglärm von 50 dB (A) ausgesetzt - im Osten nur 25% der Zeit. In der stärker belasteten Gruppe waren dauerhaft Blutdruckanstiege von 10 mmHg systolisch und 8 mm Hg dia-stloisch zu verzeichnen. In der geringer belasteten Gruppe standen die morgentlichen selbst gemessenen Blutdruckanstiege in einem klaren Zusammenhang mit der Intensität und Dauer des nächtlichaufgetretenen Fluglärmes. In Lärmpausen sanken in der Ostgruppe die Blutdruckwerte - im Gegensatz zur Westgruppe, die auf Absinken des Lärmpegels nicht reagierte. Die Forscher vermuten, dassder Dauerstress durch Lärm für die fehlende Reaktion verantwortlich ist.

Der Unterschied von 10 mmHg systolisch ist nicht unerheblich. Er führt zu einem fast verdoppelten Risiko für den Herzinfarkt und Schlaganfall in denfolgenden Jahren.Die Ergebnisse am Frankfurter Flughafen entsprechen den Ergebnissen ähnlicher Studien in Stockholm, Berlin, Göteborg. Sie bestätigen die Empfehlungen der deutschen Lärmforscher(Neufahrn 2001), dass um Gesundheitsschäden zu verhüten, nächtlicher Fluglärm unter 45 dB(A)und am Tage unter 50 dB(A) liegen müsse.

Clinical Research in Cardiology 2007 96: 347-358

 
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