BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 23. Dezember 2007   ,         BI gegen einen Flugplatz Lahr


 

Jahresrückblick 2007 der BI

Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

 

Das vergangene Jahr sollte nun endlich den Durchbruch zu einem etablierten Flughafen Lahr bringen. Die BI hat auch 2007 alle Informationen zum Flugplatz Lahr gesammelt und stellt fest, dass das vergangene Jahr wirtschaftlich äußerst schlecht verlaufen ist und auch ein erheblicher volkswirtschaftlicher Schaden durch den Flugplatz entstanden ist.

Wirtschaftliche Situation

Die wirtschaftliche Situation des Flugplatzes Lahr bleibt weiterhin angespannt. Dies geht aus zahlreichen Äußerungen des Geschäftsführers in den Lokalzeitungen hervor. In einem Zeitungsbericht vom August 2007 werden konkrete Zahlen genannt. Die Zahl der Flugbewegungen wird von 25000 im Jahr 2001 auf 15000 im Jahr 2007 zurückgehen. Ende Juni wurde -ebenfalls in der Presse- von einer Mitarbeiterzahl in Höhe von 26 berichtet. Damit ist auch die Mitarbeiterzahl, trotz Europa-Park-Flüge, rückläufig. Der BI liegen Informationen vor, dass ein Großteil der Piloten den Standort Lahr verlassen möchte, da die Gebühren und Hallenmieten drastisch erhöht wurden.

Gefahren durch Flugplatz Lahr

Welche Gefahren vom Flugplatz Lahr ausgehen, sieht man an zwei Beispielen. Ende Juli 2007 wurde ein Schädling in Maisfeldern rund um den Flugplatz entdeckt. Mit größter Wahrscheinlichkeit wurde er durch Flugzeuge während der Europa-Park-Flüge eingeschleppt. Der Maiswurzelbohrer -ein kleiner Käfer- kann den Maisbestand bis zu 80% unbrauchbar machen. Die Bekämpfung erfolgte im August 2007 durch Ausbringen von großen Mengen Gift auf den gesamten Maisfeldern rund um den Flugplatz, wobei die Kosten (über 600.000 Euro) aus Steuermitteln finanziert wurden. Die Maisbauern erwarten in den folgenden Jahren ebenfalls erhebliche finanzielle Einbußen.
Eine weitere Gefahr zeigte sich Ende August, als ein Sportflugzeug unweit der Ortschaft Hugsweier auf eine Wiese stürzte. Der Pilot kam dabei ums Leben.

Europa-Park-Flüge 2007

Zuerst waren 250.000 Passagiere (Lahrer Anzeiger, 17.6.2006) für die Europa-Park-Saison 2007 angekündigt, dann 100.000 (Lahrer Zeitung, 14.3.2007), dann 10.000 (Lahrer Zeitung 22.6.2007), zuletzt nur noch 7500 . Diese Zahlenspielchen machten neugierig: Die BI zählte selbst die Europa-Park-Gäste, die per Flugzeug anreisten und kam auf ca. 2400 Passagiere, die in 46 Flugzeugen eingeflogen wurden. Kaum ein Flugzeug war wirtschaftlich ausgelastet. Zu Beginn der Europa-Park-Flüge wurde ein Flugzeug beobachtet aus dem gerade 2 Erwachsene und 2 Kinder ausstiegen.

Das tote Pferd

Die Lahrer CDU will im November 2007 gemeinsam mit den Abgeordneten Helmut Rau (MdL und Kultusminister) und Peter Weiß, aber auch mit Lahr's Oberbürgermeister Müller und damit der SPD einen neuen Vorstoß unternehmen, damit das Bundesfinanzministerium dem Flughafen Lahr endlich den Status eines Zollflughafens gibt.
Dabei übersehen sie, dass sie wiederholt ein totes Pferd *) reiten.
In der Tat hat der Bundesfinanzhof bereits am 10.Oktober ein Urteil gesprochen, nachdem Lahr keinen Zollstatus erhalten wird.

*) Ein altes indianisches Sprichwort sagt: "Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, dann steig' ab."


 
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