BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

Archiv

zurück

vom 16. August 2007   ,         Lahrer Zeitung


 

Kein Maiswurzelbohrer ohne Maisfeld

Landwirtschaftsminister Peter Hauk informiert sich in Lahr über Fortschritt der Schädlingsbekämpfung

Von Christine Breuer

 

Hugsweier. Die Bekämpfung des Maiswurzelbohrers in der Region hat begonnen. Seit einigen Tagen werden die Maisfelder zwischen Niederschofheim und Kippenheim mit einem Insektizid gespritzt, das den Käfer und seine Nachkommen unschädlich machen soll.

Landwirtschaftsminister Peter Hauk stellte sich in einem Gespräch vor Ort, an dem auch Oberbürgermeister Wolfgang G.Müller teilnahm, kritischen Fragen. Schon bei der Informationsveranstaltung in Kippenheimweiler vor einer Woche waren Stimmen laut geworden, die einen Bezug zwischen dem Auftauchen des Käfers und dem Beginn des Passagierflugverkehrs auf dem Lahrer Flugplatz herstellten.

Noch nie seien Maiswurzelbohrer in der Nähe des Landesplatzes gefunden worden. Kaum seien aber Anfang Juli die ersten Touristen eingeflogen, seien auch die Käfer aufgetaucht, so der Vorwurf. Gerade die Flieger aus Wien, wo der Maiswurzelbohrer verstärkt auftritt, gerieten in den Verdacht. Denn es ist kein Geheimnis, dass der kleine Schädling, der selbst sehr gut fliegen kann, gern mal per Flugzeug reist.

Für Oberbürgermeister Müller war diese Beziehung aber zu kurz gegriffen. Da müssten ja im Umfeld aller Flughäfen Maiswurzelbohrer zu finden sein, meinte er. Dies sei aber bislang nicht nachgewiesen. "Wir haben hier den Transferverkehr auf der Autobahn ganz in der Nähe der Maisfelder, wir haben Gastarbeiter und Touristen", versuchte Müller den Verdacht zu entkräften. Fakt sei, dass offene Grenzen entscheidend seien - und zwar zu Lande, zu Wasser und in der Luft.

"Wo kein Mais wächst, wird sich auch kein Maiswurzelbohrer finden", konterte Karl Silberer vom Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV). Nicht an jedem Flugplatz gäbe es Maisfelder. "Den Flughafen haben wir, den können wir nicht wegmachen", erklärte Silberer weiter, und forderte dazu auf, mit der Landesregierung über das weitere Vorgehen zu sprechen.

In jedem Fall, sagte Hauk, sollten die Fluggesellschaften und das dazugehörige Personal sensibilisiert werden. Gründliche Reinigungen der Maschinen seien eine denkbare Möglichkeit, das Rsiko, den Maiswurzelbohrer einzuschleppen, zu verringern. Über den Fortschritt und Ablauf der Bekämpfung informierte sich der CDU-Abgeordnete in Niederschopfheim.

 
zurück