Archiv
vom 17. Juli 2007 , www.grueselhorn.de
Nur sechs steigen aus...
Über Sinn und Unsinn der Flüge zum Rummelplatz Rust
|
Lahr (gh). Wenn die Zahlen stimmen, die Andreas Riehle aus Schutterwald in seinem Leserbrief (erscheinen in OT und BZ) veröffentlicht, dann ist der Flugverkehr zum Europapark in Rust über den Lahrer Flughafen ein Flop. Da haben sich wohl die Rummelplatzbetreiber verrechnet, die da dachten, die Menschen flögen auf Rust, egal woher und egal wie teuer. Andreas Riehle schreibt: "Groß angekündigt wurden die Flüge zum Europa Park. Aus allen Herren Ländern sollten die Besucher angeflogen werden. 500.000 tausend Fluggäste pro Jahr prognostizierte der Besitzer des Europa-Parks. Die Wirklichkeit spricht eine andere Sprache. Am Ende dieses Jahres werden es keine 3.000 sein. Der erste Flieger aus London kommend der am Dienstag den 03.Juli um 13.40 Uhr in Lahr landen sollte, kam nicht. Der 2. Flieger am gleichen Tag um 18:10 Uhr aus Wien kommend hatte 70 Passagiere an Bord. Der 3. Flieger wieder aus Wien hatte 60 Passagiere und der 4. Flieger aus London kommend und am Donnerstag den 05.07.2007 gegen 18.10 Uhr landend hatte 4 Erwachsene und 2 Kinder an Bord. Und dies obwohl in London 150 Freiflüge nach Rust verlost wurden und in Wien für Last minute Flüge 40 % Rabatt angeboten wurden. Mit seinem Eintreten für den Erhalt des Lahrer Verkehrslandeplatzes hat Ministerpräsident Oettinger der Ortenau einen Bärendienst erwiesen. Zusätzlichen Lärm und Abgase erzeugen die Flugzeuge in diesem Kessel zwischen dem Schwarzwald und den Vogesen. Dabei ist die Luft die wir atmen schon sehr stark belastet. Die Leukämieerkrankungen bei Kindern nehmen seit einiger Zeit vermehrt zu. Es ist nicht zu verantworten, dass Spaßflüge, die nur dem Vergnügen weniger Menschen dienen, die Atmosphäre mit CO2 und anderen klimaschädlichen Stoffen belasten. Und dies nur deshalb, damit ein Privatunternehmen seine Umsätze steigern kann. Solches Handeln widerspricht allen öffentlichen Erklärungen, die Umwelt zu schützen. Der Klimawandel wird durch solche fragwürdigen Vergnügen noch zusätzlich beschleunigt. Wer Verantwortung für die Umwelt übernehmen will darf das Fliegen nicht unterstützen. Es ist nicht hinzunehmen, dass für diese Umweltschädigung öffentliche Mittel verschwendet werden. 1,5 Millionen Euro pro Jahr zahlt das Land für Sicherheitsdienste und Kontrollen in Lahr. Dieses Geld sollte die Landesregierung für sinnvollere und zukunftsträchtigere Projekte verwenden." Beitrag erschienen im Grüselhorn (www.grueselhorn.de) am 17.7.2007 |
