BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 27. Juni 2007   ,         Badische Zeitung


 

Bürgerinitiative wendet sich gegen "Spaßflüge"

Besucher des Europa-Parks sollen mit der Bahn anreisen

 

LAHR (BZ). Nachdem der Passagier-Bedarfsflugverkehr zum und vom Europa-Park Rust im Juni 2006 vom Regierungspräsidium Freiburg genehmigt worden ist, soll der Betrieb des Sonderflughafens Lahr in der kommenden Woche nun auch aufgenommen werden. Grund genug, für die "Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr" auf den Plan zu treten. Sie bedauert, dass Menschen und Umwelt durch den bevorstehenden Flugverkehr zusätzlich belastet werden.

Durch die angekündigten "Spaßflüge" , die nur dem Vergnügen einiger weniger Menschen dienten, werde die Atmosphäre unnötig mit weiterem CO und anderen klimaschädlichen Stoffen belastet, betont die BI in einer Pressemitteilung. Und dies nur, damit ein Privatunternehmen seine Umsätze steigern könne. "Solch fahrlässiges Handeln widerspricht allen öffentlichen Erklärungen, die Umwelt zu schützen; auch die Lokalpolitiker tragen durch die Unterstützung dieser Fun-Flüge dazu bei, dass sich der Treibhauseffekt und somit die globale Erderwärmung beschleunigen" , so die BI.

Eine Kohlendioxid-Belastung durch Flugzeugverkehr schädige die Atmosphäre bis zu vier Mal stärker als ein Ausstoß dieses Schadstoffes auf der Erdoberfläche. Wer Verantwortung für die Umwelt übernehmen wolle, dürfe solche Spaßflüge, die nur touristischen oder freizeitorientierten Zwecken dienen, nicht unterstützen. Urlaubsflüge zum Taxipreis dürfe es in Zukunft nicht mehr geben, betont die BI. Und: "Im Zeitalter von Pkw-Fahrverboten in deutschen Innenstädten sind Vergnügungs-Flüge, wie sie der Europa-Park plant, nicht mehr akzeptabel." Täglich werde dem Bürger vermittelt, wie weit die Klimaveränderung schon fortgeschritten sei — nur den Europa-Park und den Black-Forest-Airport scheine dies nicht zu kümmern. Begriffe wie Kyoto-Protokoll, Emissionshandel, CO-Steuer, machten deutlich, wie ernst es um unsere Umwelt bereits stehe.

Einen weiteren Kritikpunkt sieht die BI darin, dass für diese Umweltschädigung öffentliche Steuermittel verwendet werden. Um den Passagierflugverkehr zu ermöglichen, seien hohe sechsstellige Beträge aus der Landeskasse notwendig, wie beispielsweise für Sicherheitsdienste und Kontrollen. Anstatt einen Freizeitpark mit Steuergeldern zu subventionieren, solle sich die Landesregierung auf sinnvollere und zukunftsträchtigere Projekte konzentrieren, meint die BI.

Der Klimawandel komme auf die Menschen zu und werde durch solch fragwürdigen Vergnügen zusätzlich beschleunigt. Die BI erwartet daher künftig mehr Verantwortung für die Umwelt. Dazu zähle etwa die Anreise der Europa-Park-Besucher mit der Bahn statt mit dem Flugzeug.

 
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