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vom 29.Mai 2006 , Mittelbadische Presse
BUND lehnt Fluglizenz für Flughafen Lahr rigoros ab
Umweltverband befürchtet steigende Klimabelastung
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Stuttgart/Lahr (dpa/lsw). Der Umweltverband BUND hat sich entschieden gegen die eingeschränkte Passagierfluglizenz für den Flughafen Lahr (Ortenaukreis) ausgesprochen. "Der Oberrhein ist mit dem Euro-Airport Basel/Mulhouse, dem Baden-Airport in Söllingen und dem Straßburger Flughafen bestens im Flugverkehr versorgt.", sagte der Verkehrsexperte des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) im Südwesten, Kalus-Peter Gussfeld, am Samstag in Stuttgart. "Ein weiterer Passagierflughafen hat in der Region keinen Platz". Der Landtags-Verkehrsausschuss hatte sich vergangene Woche in der Sondersitzung mit dem Flughafen befasst. Danach gab es positive Signale für eine Genehmigung des Sonderflughafens. Das Regierungspräsidium Freiburg wird seine endgültige Entscheidung über die künftige Nutzung des Flugplatzes erst Mitte Juni bekannt geben. Über ihn soll nur der Besucherverkehr zu und vom Europa-Park Rust in Form eines Kombi-Tickets (Flug- und Eintrittskarte) abgewickelt werden. Salami-Taktik Der BUND befürchtet, dass die eingeschränkte Lizenz für Lahr bald aufgehoben und in eine unbeschränkte Nutzung umgewandelt werde, sagte der Verkehrsexperte. Vor diesem Hintergrund müsse mit einer steigenden Klimabelastung durch den Flugverkehr gerechnet werden. "Das Schema ist bestens bekannt: Mit kleinen Maßnahmen werden zunächst Fakten geschaffen und dann Schritt für Schritt eine später nicht mehr rückgängig zu machende Entwicklung eingeleitet", sagte Gussfeld. Er warf der Landesregierung vor, kein am Klimaschutz orientertes Flugverkehrskonzept in petto zu haben.
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