BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 16. März 2006   ,         Badische Zeitung


 

Nur SPD gegen das Fliegen

Im Gemeinderat Kippenheim

Von Redakteur Bruno Kohlmeyer

 

KIPPENHEIM (ab). Wie erwartet hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend mehrheitlich dem Antrag der Black Forest Airport Lahr (BFAL) auf eine beschränkte Fluglizenz zugestimmt — mit vier Gegenstimmen aus der SPD.

Im Juli 2003 hatte sich der Gemeinderat schon einmal mit dem Thema “Fliegen” in Lahr beschäftigt. Es ging allerdings um die Frage zur Genehmigung eines Verkehrsflughafens. Damals wurde der Antrag auf Ausbau des Lahrer Flugplatzes mit einer Gegenstimme mehrheitlich befürwortet, wie Bürgermeister Willi Mathis eingangs sagte. Jetzt forderte er von seinen Ratskollegen nachhaltige Unterstützung für das Vorhaben der BFAL.

Die Zustimmung dafür bekam er aus den Reihen der CDU-Fraktion und von den Freien Wählern. Unumstritten war die Meinung, dass mit dem Flugbetrieb positive Signale auf den Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft gesetzt werden, wie es der Bürgermeister mit hochgerechneten Zahlen belegte.

Wichtig bei der Entscheidung für den eingeschränkten Flugbetrieb war die Tatsache, dass der Lahrer Flugplatz ohne öffentliche Subventionen auskommt, im Gegensatz zu den Flughäfen in der Region, wie Annerose Mattmüller unterstrich. “Und für die Schaffung von Arbeitsplätzen müssen wir das nutzen, was wir vor Ort haben” , so Vera Schlenker.

Kritik kam lediglich aus den Reihen der SPD-Fraktion. Heinz Siefert betrachtete den Antrag der BFAL als logische Ergänzung und billigen Versuch hin in Richtung Passagierfluglizenz. Er befürchtete “verheerende Folgen für die klimatische Entwicklung mit langfristigen Folgen” durch die Zunahme des Flugverkehrs sowie eine “desaströse Entwicklung im Billigfliegerbereich” . Ob Bedarf für Lahr und die Region überhaupt bestehe, das mochte er nicht beurteilen, “wir sollten uns zufrieden geben, mit dem was wir haben und umliegende, schon bestehende Flugangebote nutzen” . Grenzenloses Wachstum gebe es auch für den Europa-Park nicht.

Die Angaben über die entstehenden Arbeitsplätze nannte er zu hypothetisch. Man könne nicht den Ausbau von Flughäfen fördern, während für den Ausbau des Nahverkehrssystems kein Geld da sei, wie er abschließend sagte. Auch Parteikollege Günter Rombach befürchtete eine Ausweitung des Flugbetriebs über die Bedürfnisse des Europa-Parks hinaus.

 
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