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vom 12. Januar 2006 , Lahrer Zeitung
Gutachter sieht Probleme für Lahrer Flugplatz
von Bettina Schön, Christian Rohde
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Lahr. Die schlechten Nachrichten für den Flugplatz reißen nicht ab. Nach Recherchen unserer Zeitung warnt jetzt auch ein renomierter Gutachter das Land vor einem Vergleich, der Lahr entgegenkommt: Der Versuch, dem Lahrer Flugplatz eine spezielle Landeerlaubnis für Besucher des Europa-Parks zu erteilen, könne vertraglich nicht festgeschrieben werden. Der Lahrer Oberbürgermeister Wolfgang Müller bleibt indes optimistisch: "Der gordische Knoten des Interessensausgleichs zwischen Nord- und Südbaden ist gelöst. Jetzt muss die Landesregierung nur noch durch die geöffnete Tür gehen." Diese Auffassung vertritt der Lahrer Verwaltungschef, nachdem Babcock & Brown seine Bereitschaft signalisiert hat, auch in Söllingen zu investieren. "Das bietet dem Land im Verbund mit der 'Touristenlizenz' für Lahr die beste Gelegenheit, gleichzeitig Strukturförderung und Subventionsabbau zu betreiben." Der Einstieg von Babcock in Söllingen würde die dortigen Flughafen-Eigner, Kommunen, Verbände und das Land finanziell entlasten. Dadurch, so Müller, würden die Wogen sich auch in Karlsruhe bald glätten, insbesondere wenn alle Wahlen gelaufen sind. Das Babcock-Interesse an Söllingen beweise die Ernsthaftigkeit des Konzeptes für Lahr, sich auf den Verkehr des Europa-Parks zu konzentrieren. Und es ermöglicht Synergien zwischen den Flughäfen. In der Vergangenheit rühren, bringe niemanden weiter, meint Müller. Wenn es ein Fehler war, dass Lahr nicht schon vor zehn Jahren auf Passagierflug setzte, dann sei es auch falsch gewesen, dass der Generalverkehrsplan des Landes von 1995 sich den Luxus erlaubte, eine solche Infrastruktur von europaweiter Bedeutung weitgehend zu ignorieren. Dies stehe im überigen im Gegensatz zum aktuellen Bundesverkehrswegeplan von 2003, der Lahr richtigerweise als Flughafenstandort ausweise. |
