BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 10. Januar 2006   ,         Mittelbadische Presse


 

Flugplatzgegner sprechen von »Trojanischem Pferd«

Bürgerinitiative kämpft weiter gegen Passagierfluglizenz

Von: Burkhard Ritter

 

Während die Flugplatz-Befürworter mit der Landung der Lauda-Air am Sonntag einen medienwirksamen Achtungserfolg erzielten, kämpft der Verein »Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr« weiter gegen eine Passagierflug-Genehmigung für den Black Forest Airport Lahr.

Lahr (red/bri). Durch den Eigentümerwechsel im Flugbetrieb und die jüngst erfolgte Gründung des Eurodistrikts Straßburg-Ortenau ergeben sich für die Bürgerinitiative (BI) neue Fragen und Ansatzpunkte, wie die BI in einer Pressemitteilung von Sonntag schreibt. Die Flugplatzgegner sehen in der engeren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erst recht keine Existenzberechtigung für einen Passagierflugbetrieb in Lahr. Mit dem Flugbetrieb in Straßburg gebe es bereits »einen funktionierenden und ausreichenden Flugplatz für die Bedürfnisse der Ortenau«, argumentiert die BI.Im Falle einer Genehmigung des Verkehrsflughafens Lahr »würden Investitionen der öffentlichen Hand von 1,6 Millionen Euro notwendig«, schätzt die Bürgerinitiative. Laut BI kämen jährliche Kosten von bis zu 1,9 Millionen Euro dazu. »In Zeiten leerer Haushaltskassen sollten die Steuergelder nicht sinnlos in einen überflüssigen Flugplatz investiert werden«, schreibt die Bürgerinitiative.Die derzeit in der Landesregierung diskutierte »Mini-Lizenz« für Lahr – eine begrenzte Passagierfluggenehmigung für Europa-Park-Flüge – »wäre nichts anderes als die Subventionierung eines Freizeitparks durch Steuergelder«, urteilt die BI. Sie mutmaßt zudem, dass den Betreibern eine begrenzte Genehmigung nur als »Trojanisches Pferd« für einen Regionalflughafen in Lahr dienen soll.

 
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