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vom 3. Januar 2006 , Lahrer Zeitung
Lahr bleibt Zankapfel
Oberbürgermeister attackiert Stächele
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Karlsruhe. Mit ungewöhnlich scharfer Kritik hat der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) gestern auf die jüngsten Vorschläge von Staatsminister Willi Stächele (CDU) zur Zukunft des Lahrer Flugphafens reagiert. Stächeles Position in der Frage der Passagierfluglizenz sei eine "landesplanerische Bankrotterklärung, ein luftverkehrsrechtlicher Nonsens und gegen jede wirtschaftliche Vernunft gerichtet", erklärte Fenrich gestern. Laut Stächele wird eine eingeschränkte Genehmigung zum Betrieb eines Passagierflughafens in Lahr geprüft. Dieses Vorhaben sei "Augenwischerei und fern jedes Praxisbezugs", kritisierte Fenrich, der auch der Baden Airpark Beteiligungsgesellschaft in Rheinmünster-Söllingen vorsteht. Die Region Karlsruhe wehrt sich gegen die Lizenz für Lahr, weil sie Nachteile für den Baden-Airport befürchtet. Fenrich forderte eine klare Haltung der Regierung: "Für uns stehen Gradlinigkeit und Glaubwürdigkeit der Landespolitik in dieser Frage auf dem Spiel". Stächeles Vorschlag sei Teil einer Salamitaktik. "Wer eine begrenzte Passagierfluggenehmigung fordert, weiß, dass dies der Einstieg in dern regulären Passagierbetrieb ist", sagte der OB. Die Entwicklung sei gefährlich für den Luftverkehr am Oberrhein. Fenrich kündigte an, sich "notfalls mit Rechtsmitteln" zur Wehr zu setzen. Im Streit um die Passagierflüge hatte Stächele eine Genehmigung vorgeschlagen, nach der Lahr ausschließlich Zubringer-Flughafen für den Schwarzwald und den Europa-Park in Rust sein dürfe. Die beschränkte Lizenz verhindere eine Konkurrenz für den nur 60 Kilometer entfernten Baden-Airport. Dazu erklärte Fenrich: "Wer in Lahr landet, dem kann man nur schwerlich den Besuch Freiburgs oder des Schwarzwaldes untersagen". |
