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vom 30. September 2005 , Badische Zeitung
Viel Raum für Spekulationen
BI: Viele Fragen, wenig Fakten
(jok)
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LAHR/NEURIED (jok). "Das ist doch alles nur alter Wein in neuen Schläuchen", kommentiert ein Mitglied der Bürgerinitiative (BI) gegen den Flugplatz die jüngsten Entwicklungen auf dem Lahrer Rollfeld, die mit Namen wie "Babcock & Brown" und "Churchill Airports" verbunden sind. Dennoch sorgen diese Namen in der Versammlung der BI im Ichenheimer Löwen für eine Menge Gesprächsstoff und Spekulationen. Der Vorsitzende versucht der Verwirrung mittels Internetrecherche entgegenzuwirken: "In jedem Fall handelt es sich bei Babcock & Brown um ein Milliardenunternehmen." Hier sei jedoch auch schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Wie genau die Verbindung mit Churchill Airports aussehe, oder welche Ziele mit dem Lahrer Flugplatz erreicht werden sollen, bleibe nach wie vor unklar. Auch der magere Internetauftritt der mutmaßlichen Tochterfirma könne den Nebel nicht lichten. "Vielleicht handelt es sich um abgesprungene Mitglieder der Plane Station Group", eröffnet die Spekulationsrunde. Verdächtig erscheint einigen Anwesenden auch, dass die erste öffentliche Stellungnahme am 10. Oktober stattfindet einen Tag nach der Wahl zum Oberbürgermeister. "Da gibt’s dann wahrscheinlich keine guten Nachrichten", heißt es. Nur ein Ziel scheint klar: "Die Firma ist auf Profit ausgelegt und die Frachtflüge sind auf Frankfurt, Basel und Stuttgart verteilt; wie soll sich das rechnen?", fragt Willfried Wille, der daher glaubt, dass es sich um ein rein spekulatives Kauf-Verkauf-Geschäft handeln müsse. Der Kauf sei schließlich ein "Schnäppchen" gewesen. Wirklich sicher ist sich hierbei aber niemand. Vielleicht werde ja doch auf ein Geschäft mit der Passagierfluglizenz spekuliert. Die vermeintliche Größenordnung von Babcock&Brown stimmt die Runde diesbezüglich bedenklich, denn "wenn sie den Flughafen wirklich nutzen wollen, müssen sie vor allem investieren", bemerkt ein Mitglied. Die Mittel hierfür scheinen ja vorhanden zu sein. "Aber es fehlt immer noch die Lizenz und der Flughafen kostet pro Monat im Minimalbetrieb bereits 200000 Euro", wird dem entgegnet. Nach einer Stunde Diskussion wird jedoch klar, dass es schlichtweg an Fakten fehlt:"Wir können im Moment nur bis zum 10. Oktober abwarten und versuchen, bis dahin noch mehr zu recherchieren - alles übrige ist nur Spekulation", beendet Vorsitzender Dieter Oschwald schließlich die Runde. |
