BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 4. September 2005   ,         Sonntagszeitung GULLER


 

Bieterfrist läuft ab

LAHR: Morgen fällt in England die Entscheidung

 

Schicksalsträchtiger Tag für die Zukunft des Lahrer Flugplatzes morgen, Montag, 5.September. Dann läuft die Frist ab, zu der Angebote für die Hinterlassenschaften der Pleite gegangenen Plane Station Group (PLG), Muttergesellschaft der Black Forest Airport Lahr GmbH, abgegeben sein müssen. Dann wird sich auch zeigen, ob das neuseeländische Beteiligungsunternehmen "infratil", das sich nach Details der Situation in Lahr erkundigt hatte, tatsächlich einsteigen wird. Die Neuseeländer haben für rund 25 Millionen Euro bereits den Flughafen Manston in England gekauft. Unterschied zu Lahr: Dort können die Investoren sicher sein, dass Passagierflüge starten dürfen. Gespannt wird deshalb die Entscheidung des Leipziger Bundesverwaltungsgerichts erwartet, das über die Beschwerde des Landes gegen die Nichtzulassung der Revision gegen ein für den Lahrer Flugplatz positives Urteil des Mannheimer Verwaltungsgerichtshofs zu befinden hat.

Unterdessen hat sich Martin Herrenknecht, Chef des gleichnamigen Tunnelvortriebs-Unternehmens, bereit erklärt, einer neuen Betreibergesellschaft übergangsweise finanziell unter die Arme zu greifen. Dabei fallen auch laufende monatliche Kosten von schätzungsweise 150 000 Euro an. Die PLG hat für den Lahrer Flugplatz seit 2001 rund 14 Millionen Euro ausgegeben. OB Dr. Wolfgang Müller ist zuversichtlich, dass der englische Konkursverwalter morgen konkrete Angebote vorliegen hat. Allerdings sei es, so der OB, nicht leicht, einen Investror zu finden, der trotz der unklaren Zukunft so lange in den Flugplatz investiert wie die englische Investorengruppe.     rö

 
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