BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 4. September 2005   ,         Sonntagszeitung GULLER


 

Oettinger beim Thema Flugplatz in Zwickmühle

LAHR: Ministerpräsident möchte "beide am liebsten in einen Sack stecken"

 

Der Ministerpräsident in Sachen Flugplatz im Zwiespalt. "Der Gegensatz zwischen dem SC Freiburg und dem Karlsruher SC ist längst nicht so hart wie der zwischen Karlsruhe und Lahr, wenn es um Passagierflug geht", betonte Günther Oettinger bei einer Kundgebung im Rahmen seiner Wahlkampf-Tour gestern auf dem Lahrer Schloßplatz und schilderte seine Gefühlslage als Beobachter: "Am liebsten würde ich beide in einen Sack stecken, wo sie bleiben müssten, bis sie sich geeinigt haben." Grundsätzlich "ergebnisoffen", wenn das Leipziger Bundesverfassungsgericht grünes Licht für Lahrer Passagierflüge geben sollte, deutete der Ministerpräsident jedoch weiteres Ungemach an. Die Söllinger Flugplatzbetreiber, so Oettinger, hätten eine Klage unter anderem wegen Vertrauensbruchs angekündigt, falls den Lahrern eine Passagierflug-Lizenz erteilt werde. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Lahrer Kommunalpolitiker vor zwölf Jahren eine weitere fliegerische Nutzung des Flugplatzes abgelehnt hätten. Oettinger: "Damals wurde uns gesagt, den Flugplatz brauchen und wollen wir nicht, wir wollen dort Industrie ansiedeln." Ganz im Gegensatz zu den Söllingern, die sich gleich für einen Flughafen stark gemacht hätten.

Später habe sich die CDU für dann geforderte Frachtflüge auf dem Lahrer Flugplatz stark gemacht, betonte Oettinger, der ankündigte, dass er am Tag, an dem das Bundesverwaltungsgericht seine Entscheidung fällt, mit den Landtagsabgeordneten und Staastsekretär Helmut Rau sowie dem Bundestagsabgeordneten Peter Weiß "das Gespräch suchen" werde. Oettinger: "Ich bin für freie Marktwirtschaft."     rö

 
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