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vom 23. Februar 2005 , Lahrer Zeitung
EU-Jet wartet auf die Startfreigabe
Plane Station Group hat mit dem Lahrer Flughafen große Pläne - aber nur mit Passagierfluglizenz
Von Stefan Maier
und Jochen Lieblein
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Lahr. Die Plane Station Group hat nach wie vor große Pläne in Lahr: Die eigene Fluglinie EU-Jet soll den Flughafen voranbringen. Aber nur unter einer Voraussetzung: Die Passagierfluglizenz muss kommen. Martin May, Generaldirektor der Plane Station Group, ließ mit Blick auf die morgige Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim durchblicken, was passiert, wenn die Passagierfluglizenz nicht kommt: "Wir sind keine Wohlfahrtsorganisation", betonte May gestern bei einem gemeinsamen Empfang der Plane Station Group und der Fluglinie EU-Jet auf dem Lahrer Flugplatz. Mit anderen Worten: Dann dürfte sich die Plane Station aus Lahr verabschieden. Ganz zu schweigen davon, dass die Plane Station das Flugpaltzgelände nur dann kauft, wenn Passagierflüge genehmigt werden: "Wir sind weiterhin an dem Gelände interessiert - aber ohne Flugbewegungen ist es nicht viel wert", so May. In der Strategie spielt der Lahrer Flughafen einstweilen noch eine große Rolle. In den letzten zwölf Monaten habe sich die Ausrichtung der Plane Station Group verändert - weg vom Immobilien-, hin zum Flughafengeschäft. "Wir konzentrieren uns auf unsere Kernflughäfen in Kent, Lahr und Shannon/Irland", wies May darauf hin, dass die Plane Station Group Flughäfen wie Parchim, die nicht zum Kerngeschäft gehören, abgestoßen hat. "Alle drei Flughäfen sind unbekannt - ohne Flugbewegungen sind sie nichts wert", so May. Bei der Entwicklung der >>Kernflughäfen<< setzt das englische Unternehmen auf die irische Fluglinie EU-Jet, die seit September 2004 zu Plane Station gehört. May: "EU-Jet ist der Katalysator." Seit September 2004 fliegt EU-Jet 15 Ziele in Europa an, unter anderem Amsterdam, Dublin, Nizza, Manchester oder Genf. Dank der eigenen Fluglinie sei es auch gelungen, den Flughafen Kent für große Fluglinien attraktiv zu machen, betonte der Generaldirektor. In Lahr stehe eine solche Entwicklung wegen der fehlenden Passagierfluglizenz noch aus. Aber: "Mit EU-Jet hat Plane Station bewiesen, dass es möglich ist, den Markt für einen unbekannten Flughafen zu stimulieren", sagte May. Um erfolgreich zu sein, konzentriere sich das Unternehmen auf Kent - ein Modell, das auch für andere Flughäfen der Plane Station Group Arbeitsplätze und Wertzuachs bringe. Wenn die Passagierfluglizenz kommt, sind zunächst Flüge zwischen Lahr und England geplant, machte Flugplatz-Geschäftsführer Axel Großmann gegenüber unserer Zeitung deutlich. Als nächstes sind Ferienziele in Europa angepeilt: So könnte man dann von Lahr aus zum Beispiel nach Palma de Mallorca und zu den Kanaren fliegen. Flüge zwischen Lahr und Melbourne/Florida spielen in den neuen Plänen des Lahrer Flugplatzes nicht mehr die Rolle, die sie laut früheren Ankündigungen hatten. Sie sollen aber irgendwann später folgen. |
