BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 28. November 2004   ,         Offenburger Tageblatt


 

Gackstatter geht, Gründe unklar

Ärger am Flugplatz Lahr: Geschäftsführer verlässt IGZ / Insider überrascht, aber nicht verwundert

Von: Andreas Richter

 

Doch ob Gackstatter seinen Chefsessel in der IGZ freiwillig räumt, ob er von den Gesellschaftern rausgeschmissen wird oder er aber dem Rauswurf zuvorkommen wollte, bleibt im Nebel verborgen. Gackstatter selbst und auch Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang Müller hüllen sich in Schweigen. Müller ist Verbandsvorsitzender des IGP, die Stadt Lahr mit Abstand größter Gesellschafter der IGZ.

Etliche in Lahr und Umgebung zeigten sich überrascht über die Entwicklung, doch wundern tut es auch keinen. Und so mancher wird Gackstatter keine Träne nachweinen. Auch ist die Rede vom »Bauernopfer« - die Vermarktung des Flugplatzes in Lahr laufe schlecht, und so müsse eben einer den Kopf hinhalten. Selbst die, die wenig von Gackstatter oder der fliegerischen Nutzung des Flughafens halten, sehen ihn indes nicht als Alleinverantwortlichen. Und wo keiner was Handfestes weiß, köchelt die Gerüchteküche - bis hin zu der Vermutung, in der IGZ sei etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen.

Gackstatters unglückliches Ende in Lahr wird freilich auch der Tatsache angelastet, dass die zivile Nutzung des ehemaligen Militärareals nie wirklich zielstrebig verlief. Erst sprachen sich die Beteiligten vehement gegen eine fliegerische Nutzung aus, dann wurde der Flugbetrieb zum Nonplusultra erklärt.

Ganz anders liefen die Dinge - wie übrigens auch in Lahr mit finanzieller Landesunterstützung - an den Ex-Fliegerhorsten Bremgarten und Söllingen: Der eine setzte von Anfang an auf gewerbliche Bodennutzung, der andere auf Flugbetrieb. Heute stehen beide halbwegs standfest da - mit ihren jeweiligen Schwerpunkten. Lahr versuche, so war zu hören, den Spagat zwischen beidem - und sei damit zum Scheitern verurteilt. Wie jetzt eben Jürgen Gackstatter.

 
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