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vom 27. September 2004 , Offenburger Tageblatt
Plane Station schluckt Billigflieger komplett
Plane Station schluckt Billigflieger komplett
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Lahr/London (ut). Die britische Muttergesellschaft des Lahrer Flughafens steigt noch stärker in das Billigfluggeschäft ein. Wie die Plane Station Group (PSG) am Freitag mitteilte, werde das Unternehmen die Fluggesellschaft EU-Jet komplett übernehmen. Bislang hält die früher auf Immobiliengeschäfte konzentrierte und als Wiggins bekannte Gesellschaft 30 Prozent an der Fluglinie. Plane Station hat bislang die Strategie verfolgt, ein Netz von Flughäfen in Europa aufzubauen. Zu diesen Flughäfen zählt auch der Black Forest Airport in Lahr, für dessen Betrieb die Landesregierung aber die Passagierfluglizenz verweigert. Plane Station arbeitet zudem weiterhin mit Verlusten. Um die einzugrenzen, habe man ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt: Die Verwaltungskosten seien von 11,4 auf 6,6 Millionen Euro gedrückt worden. Die laufenden Kosten für die Flughäfen sollen in diesem Jahr von 16,2 auf 9,6 Millionen Euro gesenkt worden. Dennoch mache Plane Station weiter Verlust. Um die Übernahme von EU-Jet zu finanzieren, gibt Plane Station nun 111 Millionen neue Aktien zum Nennwert von je einem Penny heraus. Die Aktien seien für 4,65 Pence verkauft worden und hätten der Plane Station Group bilanziell rund 5,2 Millionen Pfund (7,6 Millionen Euro) gebracht. Die Mehrzahl der Aktien aber (54 Millionen Stück) nutzt PSG, um die anderen Gesellschafter von EU-Jet auszuzahlen. Ziel der Übernahme sei, die Fluggesellschaft weiter auszubauen und zusätzliche Linien anzubieten. Hintergrund: Je mehr Linien EU-Jet von PSG-Flughäfen aus anbietet, desto eher rentieren sich auch die Flughäfen selbst. Daher werde Plane Station massiv die Expansion der Fluggesellschaft fördern. In diesem Zusammenhang werde auch der bisherige EU-Jet-Boss P.J. McColdrick in den Vorstand von Plane Station aufgenommen. |