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vom 6. August 2004 , Badisches Tagblatt (Baden-Baden)
Genehmigung für Lahr ist definitiv vom Tisch
Der Flugplatz Lahr erhält keine Passagierfluglizenz.
(tt)
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Freiburg/Baden-Baden (tt) - Der Flugplatz Lahr erhält keine Passagierfluglizenz. Diese Entscheidung hat das Regierungspräsidium (RP) Freiburg gestern getroffen und sich damit der ebenfalls ablehnenden Position der Landesregierung angeschlossen. Das RP teilte mit, dass man sich aufgrund einer umfassenden Abwägung der für und gegen das Vorhaben sprechenden Argumente zur Ablehnung des Lizenzantrags des Flughafenbetreibers Plane Station entschlossen habe. Für eine Lizenz hätten das wirtschaftliche Interesse der Region Lahr sowie des Antragstellers Plane Station gesprochen. Jedoch kam das RP zu dem Schluss, "dass dieses Interesse erheblich relativiert werden muss". Schon der in Lahr zulässige Frachtflug habe die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. Gegen die Lizenz sprechen laut RP der nicht nachgewiesene Bedarf für Passagierflüge, haushaltspolitische Interessen des Landes, der zu erwartende Fluglärm sowie Belange der Raumordnung. Der Landesentwicklungsplan sieht den Baden-Airport als Regionalflughafen vor, nicht jedoch Lahr. Axel Grossmann, Geschäftsführer des "Black Forest Airport" Lahr, reagierte gelassen auf die Absage: "Das war keinerlei Überraschung." Die FlugplatzAnwälte bereiten nun eine Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) vor. "Wir werden mit ziemlicher Sicherheit den Klageweg beschreiten", sagte Grossmann. Plane Station sei der Meinung, "dass uns die Lizenz zusteht". Baden-Airpark-Geschäftsführer Manfred Jung hingegen sagte: "Ich erwarte, dass der VGH die Entscheidung bestätigt." Mit dem Beschluss des RP sei zu rechnen gewesen. Direkte Auswirkungen auf das Geschäft in Söllingen - etwa in Form gesteigerter Nachfrage bei Fluggesellschaften - habe dieser allerdings zunächst nicht. Vertreter aus der Region hatten sich stets gegen die Lahrer Lizenz gewandt, weil diese einen ruinösen Wettbewerb entfachen würde. Entsprechend fielen die Reaktionen aus: "Es ist eine Entscheidung, die sich an der Realität orientiert", sagte Baden-Badens Oberbürgermeisterin Sigrun Lang. Der Geschäftsführer der Baden-Airpark-Beteiligungsgesellschaft, Hermann Merx, meinte: "Eine erfreuliche Entscheidung. Sie ist eine gute Grundlage, um den Baden-Airport weiter voranzubringen." |
