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vom 6. Juli 2004 , Baden Online
Plane Station stürzt massiv ab
Verlust übersteigt Umsatz: Die britische Mutter des Flughafens Lahr steckt tief in den roten Zahlen
Von: Ulf Tietge
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Schlechte Nachrichten aus London: Die Plane Station Group, Besitzer des Flughafens Lahr, hat bei 17 Millionen Euro Umsatz einen Verlust von 20 Millionen Euro erlitten. Erste Konsequenz von PSG-Boss Martin May: Er hat seine Flughafen-Expertin Ann Reynolds gefeuert – doch an der Börse fielen die PSG-Papiere dennoch um mehr als zehn Prozent. Lahr/London. Die gestern bekannt gewordenen Geschäftszahlen der Plane Station Group sind noch schlechter als befürchtet. Mit mehr Verlust als Umsatz kurvt die Flughafengesellschaft ganz tief in den roten Zahlen. Vorstandsboss Martin May, der nach dem Einstieg neuer Investoren zum Jahresbeginn Oliver Iny ablöste, reagiert mit einem brutalen Kostensenkungsprogramm.Prominentestes Opfer dabei: Ann Reynolds. Die Geschäftsführerin der Flughäfen Lahr und Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) ist »aus Kostengründen« gefeuert worden. Schon zuvor hatte May verfügt, den unterschriftsreif vorbereiteten Kauf des Lahrer West-Areals und der Landebahn mangels Passagierfluglizenz auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Auch das bereits angefangene Entwässerungs-Projekt in Lahr ist gestoppt – trotz Konventionalstrafe für PSG. Damit nicht genug: PSG wird sich zudem nach Informationen der Mittelbadischen Presse nicht weiter bei den Flughäfen Odense (Dänemark) und Cuneo (Italien) engagieren. Das so eingesparte Geld soll für den beschleunigten Ausbau des Flughafens Manston (Grafschaft Kent) verwendet werden. Schlecht steht es auch um den Baltic Airport der PSG in Parchim. Dort sind die Briten mit der Pachtzahlung erheblich in Verzug – May plant zudemoffenbar neue Verhandlungen mit dem Landrat, um bessere Konditionen zu erlangen. An Lahr hält PSG vorerst fest – für Manager Tony Freudmann ist der Black Forest Airport weiter »das Kronjuwel«. |
