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vom 30. März 2004 , Badische Zeitung
Wie das Land sein Nein zum Flugbetrieb verkauft
Pressekonferenzen in Stuttgart und Lahr sollen die unterschiedliche Klientel mit Argumenten zur Ablehnung versorgen
Von unserem Redakteur Manfred Dürbeck
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LAHR (dü). Heute wird die Landesregierung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Plane Station Group die beantragte Genehmigung für Passagierflüge ab Lahr versagen. Das Kabinett wird eine entsprechende Stellungnahme beschließen, die gemeinsam vom Verkehrs-, Wirtschafts- und Innenministerium verfasst wurde. In einem von Staatssekretär Stefan Mappus anberaumten Pressegespräch wurde bereits gestern Abend die Landespresse in Stuttgart auf die negative Haltung des Landes eingeschworen. Heute haben um 14 Uhr Ann Reynolds, die Geschäftsführerin des Black Forest Airport (BFAL) und Tony Freudmann, der Vizepräsident der Plane Station Group zur Pressekonferenz nach Stuttgart geladen, an dem auch ihr juristischer Beistand, Rechtsanwalt Frank Grell von der Kanzlei Latham & Watkins zugegen sein wird. Hier wird wohl bekannt gegeben, auf welchen Ebenen die Plane Station Group um ihr Recht kämpfen wird. Ebenfalls heute findet dann im Sitzungssaal des Lahrer Rathauses ein weiteres Gespräch zum Thema statt, bei dem erneut Mappus Repräsentanten des Einzugsgebiets von Lahr die Inhalte der Stellungnahme erläutern wird. Die Minister Döring und Müller hatten in den vergangenen Monaten keine Gelegenheit ausgelassen, um ihre Ablehnung von Passagierflügen in Lahr zu dokumentieren. Ob ihre Argumente auch vor Gericht Bestand haben werden, wird sich zeigen. Verwiesen wird in der Stellungnahme unter anderem auf die Gefahren, die aus einem geregelten Flugbetrieb in Lahr für die anderen Flugplätze der Region drohten. Lahr habe zudem den geforderten Bedarf nicht nachweisen können. Angezweifelt wird ferner, ob es sich beim Flugplatz in Lahr tatsächlich um ein Konversionsprojekt handelt. Den Verfassern der Stellungnahme scheinen immerhin Zweifel an einer völligen Blockade des BFAL gekommen zu sein. Auf unbürokratischem Weg könnten über Einzelfallentscheidungen Starts und Landungen in Lahr genehmigt werden - im Zusammenhang mit Sonderveranstaltungen, in der Region, die ein erhöhtes Passagieraufkommen mit sich brächten. |
