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vom 3. März 2004 , BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
P R E S S E M I T T E I L U N G
Endgültig keine Passagierflüge und Billigflieger in Lahr?
GRÜNE begrüßen angekündigtes ‚Nein' der Landesregierung
Lob für Döring und Müller - Skepsis über Position Teufels
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Das heute vom Landesverkehrsministerium angekündigte ‚Aus' für die regionalen Bestrebungen, aus dem Verkehrs-landeplatz Lahr künftig einen regulären Passagierflughafen - vornehmlich mit Billigfliegern - zu machen, wird von den GRÜNEN im RVSO mit großer Befriedigung zur Kenntnis genommen. Über die von Döring angedeuteten Ausnahme-regelungen für bestimmte Einzelfälle könne man durchaus reden, solange es tatsächlich bei wenigen begründeten Einzelfällen bliebe. Die Region sei im übrigen längst ausreichend mit leistungsfähigen Flugplätzen versorgt, stünden doch mit dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg sowie dem Flughafen Strasbourg-Entzheim zwei große internationale und leicht erreichbare Flugplätze zur Verfügung. Zusammen mit dem Baden-Airpark in Söllingen sei dies bereits jetzt eine flugtechnische Über-Erschließung des Oberrheingebietes, die keiner weiteren Ergänzung bedürfe. "Weitere Passagierflughäfen am südlichen Oberrhein wären so überflüssig wie ein Kropf", so Eckart Friebis, der Freiburger Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im RVSO. "Zumal ja vor allem Billigflieger angesiedelt werden sollten, die dann der Bahn zusätzliche Konkurrenz machen würden." "Und auch im Hinblick auf die zusätzliche Lärmbelastung und den Klimawandel wäre es unverantwortlich, den Luftverkehr ohne Not weiter auszubauen, wo doch der Anteil der Fliegerei an den Schadstoff-Emissionen des Verkehrs eh schon über-proportional zugenommen hat", so das grüne Regional-verbandsmitglied vor Ort in Lahr, Inge Vollmer. "Selbst aus wirtschaftlichen Gründen wäre es völlig kontraproduktiv, Lahr für den Passagierflug zu öffnen", stellt Friebis fest. "Kämen durch die zusätzliche Konkurrenz doch die in der Region vorhandenen Flugplätze noch mehr in die ökonomische Bredouille, was letztendlich wieder die lautstarke Forderung nach staatlichen Subventionen nach sich ziehen würde." "Dass die Minister Müller und Döring offensichtlich doch noch den Mut gefunden haben, dem volkswirtschaftlich und ökologisch unsinnigen Kirchturmsdenken ihrer südbadischen Parteifreunde und den Partialinteressen einiger regionaler Unternehmen die rote Karte zu zeigen, nötigt selbst uns einen gewissen Respekt ab", so Friebis. "Bleibt zu hoffen, dass auch der Ministerpräsident sich dieser Einsicht bis zur Entschei-dung nächsten Dienstag nicht weiter verweigern wird." |
