BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 13. Februar 2004   ,         Lahrer Zeitung


 

Hilfstransporte und Vorführflüge von Kampfjets geplant

»:Sukhoi« stellt Militärflugzeuge und Hubschrauber her / Flugplatz-Zweckverband ist am Dienstag gefragt

von Jochen Lieblein und Stefan Maier

 

Lahr. (sma). Die Moskauer Firma »Sukhoi« ist vor allem bekannt als Hersteller von Kampfjets und Hubschraubern. Die russische Armee, aber auch frühere Ostblockstaaten, China und Nordkorea gehören zu den »Sukhoi«-Kunden. Außerdem stellt der Moskauer Flugzeugbauer kleinere Zivilflugzeige her und arbeitet zusammen mit der deutschen "Liebherr-Aerospace" an der Entwicklung eines Regionalverkehrsflugzeugs, das ab 2007 erprobt werden soll.

In Lahr plant »Sukhoi« einerseits Fracht-, Passagier- und Hilfsflüge, wobei letzteres nach Informationen der "Lahrer Zeitung" einen 24-Stunden-Betrieb bedeuten würde. Dem Vernehmen nach hat sich Otto Machal bereits vor eineinhalb Jahren mit dem Plan beim Zweckverband gemeldet, eine Basisstation für Hilfsorganisationen auf dem Flugplatz zu installieren - was damals offensichtlich jedoch am fehlenden Kapital scheiterte. Dieser Plan wird jetzt wieder aufgegriffen. darüber hinaus will »Sukhoi« auf dem Flugplatzgelände seine Produkte vorstellen und rund 70 Hubschrauber stationieren - das würde bedeuten, dass auch Vorführflüge von Kampfjets in Lahr stattfinden.

Beides, der 24-Stunden-Betrieb und die Kampfjet-Vorführflüge, dürften im Umland alles andere als auf Begeisterung stoßen - schließlich gibt es auch eine Rahmenvereinbarung der Flugplatz Lahr GmbH mit den Umlandgemeinden, dass zwischen Mitternacht und 6 Uhr keine Flüge stattfinden. Wiggins hat Anfang des Jahres der Vermittlungsfirma bereits signalisiert, dass man keinen Partner für den Kauf des Flugplatzes und des Westareals suche. Statt dessen hat Wiggins den Flughafen Parchim angeboten, der ebenfalls dem englischen Unternehmen gehört und im Gegensatz zu Lahr eine Rund-um-die-Uhr-Betriebsgenehmigung hat.

Der Verkauf des Westareals ist bereits am kommenden Dienstag Thema im nichtöffentlichen Teil der Flugplatz-Zweckverbandsversammlung. Eine Rolle dürfte auch das Kapital der russischen Investoren spielen. Nach LZ-Informationen liegt zwar eine Bankgarantie eines Moskauer Geldinstituts vor, aber keine Finanzierungsbestätigung einer deutschen Bank.

 
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