BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 21. November 2002   ,         Lahrer Zeitung


 

Wiggins beantragt jetzt Passagierflüge in Lahr

Hubert Burda, Roland Mack und die IHK unterstützen die Pläne

Von Thomas Reizel und Jutta Manz

 

Der Black-Forest-Airport Lahr will in zwei Wochen Passagierflüge beantragen. Unterstützt wird er dabei vom Europa-Park und der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein. Bereits heute finden Gespräche mit Ministerpräsident Erwin Teufel statt.

Lahr. Ann Reynolds, Geschäftsführerin des Lahrer Flugplatzes, sagte gestern vor Medienvertretern im Europa-Park-Hotel »El Andaluz«, dass sie ab Mitte kommenden Jahres 70 000 Passagiere erwartet, in zwei bis drei Jahren hält sie 500 000 für möglich. Zwei Billigfluglinien, die mit modernen Maschinen pro Flug bis zu 190 Passagiere befördern, hätten ernsthaftes Interesse signalisiert. Werden die Pläne genehmigt, könnten laut Reynolds bis zu 400 Arbeitsplätze in Lahr entstehen. Im Einzugsgebiet des Flughafens wohnen laut Betreiber mehr als vier Millionen Menschen. Die Landesregierung lehnt den Plan allerdings ab. »Es gibt keinen Grund, an der bisherigen Rollenverteilung der Flughäfen in der Rheinschiene etwas zu ändern«, sagte der Sprecher des Verkehrs-ministeriums, Hans Klöppner. Ein vierter Passagierflughafen auf so kleinem Raum neben Straßburg, Basel und Söllingen »kann nicht sein, das kann betriebswirtschaftlich nicht gut gehen«, sagte Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH, der zwei Drittel der Anteile an Söllingen gehören. Vom Straßburger Flughafen Entzheim war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.

Massiv unterstützt jedoch Roland Mack, geschäftsführender Gesellschafter des Europa-Parks, die Lahrer Pläne. Er geht davon aus, neue Märkte für den Europa-Park und die Region zu erschließen. Heftig kritisiert er die Haltung des Verkehrsministeriums. »Das ist ja das Problem, dass das Land nichts tut und sich immer mehr in Schwierigkeiten hineinrudert«, sagte Mack. Er könne nur hoffen, dass der Lahrer Flugplatz eine faire marktwirtschaftliche Chance erhält. Was sagt Erwin Teufel?

Heute treffen hochrangige Vertreter der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein persönlich mit Erwin Teufel zusammen. Es bleibtabzuwarten, ob in diesen Gesprächen die ablehnende Haltung des Verkehrsministeriums bestätigt wird. Am Wochenende will sich der Offenburger Verleger Hubert Burda mit einem Brief an den Ministerpräsidenten für Passagierflüge in Lahr einsetzen.

 
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