BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 31. Juli 2002   ,         Stadtanzeiger


 

Wiggins: Ende nächsten Jahres wird mit dem "Durchbruch" gerechnet

Zwei Anfragen wegen Passagierflügen - Antrag nicht ausgeschlossen

von (rö)

 

Schweres Geschütz der "Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr e.V." gegen die englische Investorengruppe Wiggins, Mehrheitsgesellschafter der "Black Forest Airport Lahr GmbH".Man gehe davon aus, dass Wiggins "das Wasser bis zum Hals steht", wird unter Hinweis auf die Ausgabe von 46.750 neuen Aktien im Wert von 4,95 Millionen Pfund betont und massiv kritisiert,dass "ausgerechnet die umstrittene Billiglinie BerlinJet den Beginn des Passagierflugs in Lahr einleiten soll". Das britische Maklerbüro "KBC Peel Hunt Ltd." berichte, dass Wiggins bereit seinen Antrag auf unbeschränkten Passagierflugbetrieb gestellt habe und im Jahr 2005 mit 500.000 Passagieren gerechnet werde.

Wiggins-Geschäftsführerin Ann Reynolds, für die Flugplätze in Lahr und Parchim beim Schwerin zuständig, winkt ab. Zwar gebe es Interessenten für Passagierflüge, darunter auch "BerlinJet".Mit deren Vertretern habe sie aber letztmals vor rund drei Monaten gesprochen. Mitnichten sei ein Antrag auf Genehmigung von Passagierflügen gestellt worden. Derzeit lägen zwei Anfrage wegen Passagierflügen vor, aber keine von "BerlinJet". Reynolds: "Wenn das starke Vertragspartner sind, sind wir nicht abgeneigt, einen Antrag auf Passagierflüge zu stellen.

Derzeit muss die Geschäftsführerin jedoch andere Probleme anpacken. Ein Interessent wollte eigentlich schon ab Juli dieses Jahres über den Lahrer Flugplatz Frischfisch einfliegen. Zunächst musste jedoch abgewartet werden, ob die vor dem Verwaltungsgerichtshof unterlegenen Fluggegner bis zur Frist in der vergangenen Woche in die Berufung gehen. Dies taten sie nicht,doch jetzt muss erst einmal die erforderliche Grenzkontrollstelle, u. a. mit einem Veterinäramt, beantragt werden. Im Herbst, so Reynolds, kann hoffentlich gestartet werden.

Laut Business-Plan müssten im Jahr 2007 auf dem Lahrer Flugplatz 86000 bis 87000 TonnenFracht umgesetzt werden, betonte die Geschäftsführerin, die jedoch mit besonderem Interesse auf die Entwicklung bis Ende nächsten Jahres blickt. "Ende 2003", so Reynolds, "rechnen wir mit dem Durchbruch."

 
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