BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 31. Oktober 2001   ,         Lahrer Zeitung


 

Flugplatzgegner erzielen einen Achtungserfolg

Verwaltungsgerichtshof: Regierungspräsidium muss Genehmigung ändern

Von Thomas Reizel

 

Auf dem Black Forest Airport Lahr darf vorerst kein Frachtflugstattfinden. Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim gab in einer Eilentscheidung dem Antrag von acht Privatklägern recht.

Lahr/Mannheim. Günter Schnebelt, Pressesprecher der Mannheimer Behörde, bestätigte gestern Informationen der Mittelbadischen Presse,wonach bereits am 16. Oktober ein entsprechender Bescheid ergangen ist. »Er hat aber nur formalen Charakter«, sagte er.
Grundlage für den Eilentscheid war, dass der vereinbarte Konsens von maximal fünf Kapitel-III Maschinen, die als lärmarm gelten, zwischen 22 und 0 Uhr noch nicht in die Genehmigung eingeflossen ist. Das Freiburger Regierungspräsidium hatte am 8. Dezember vier Maschinen über 75 Dezibel (Kapitel II) und eine nicht näher definierte AnzahlKapitel-III-Flüge bewilligt.
Klaus Multhoff, Leiter des Referates Verkehr, kündigte gestern auf Anfrage der Mittelbadischen Presse an, die Genehmigung noch diese oder kommende Woche zu ändern. Dagegen wären wieder Rechtsmittel möglich.
Die Bürgerinitiative gegen einen Flugplatz Lahr sieht in dem Urteil des Mannheimer Verwaltungsgerichts laut einer Pressemeldung einen Erfolg. Deshalb hat sie das nächste Treffen im Schutterner Gasthaus Prinzen bereits auf kommenden Freitag, 2. November, 20 Uhr,vorgezogen.
Der britische Mehrheitsgesellschafter des Lahrer »Black ForestAirports« kann die Zeit, die das Regierungspräsidium für die Änderung der Genehmigung braucht, verschmerzen. Denn noch kann die Londoner Aktiengesellschaft keinen verbindlichen Termin für die erste Frachtmaschine nennen.
Ann Reynolds, Wiggins-Airport-Managerin, die als Nachfolgerin des abberufenen Flugplatzgeschäftsführer Kurt Jäger die Lahrer Geschäftebis auf weiteres übernommen hat, kündigte gestern allerdings an, dass Investitionen in die Flugplatzausstattung in Höhe von mehreren Zehntausend Mark unmittelbar vor dem Abschluss stehen. Weiter sei damit zu rechnen, dass erste gelegentliche Frachtflüge bis spätestens Frühjahr zu erwarten seien.
Ann Reynolds betont, dass sie die Geschäftsführung in Lahr nur interimsweise übernimmt. »Wir werden einen neuen Geschäftsführer suchen, das kann in drei oder zwölf Monaten der Fall sein«, kündigte sie an. In nächster Zeit werde sie überwiegend in Lahr arbeiten, den tatsächlichen technischen und finanziellen Bedarf der Flugplatz GmbH ermitteln und Gespräche mit dem Personal führen. Sie sagte gegenüber unserer Zeitung aber zu, dass keiner der bislang beschäftigten rund 30 Mitarbeiter mit einer Kündigung zu rechnen habe.
Geld so bald wie möglich
Auch sei Ann Reynolds optimistisch, dass die noch nicht ausbezahlten Altgesellschafter so bald wie möglich ihr Geld erhalten werden. Von gut drei Millionen Mark rückständiger Zahlungen haben die Briten nach Ann Reynolds Angaben etwa die Hälfte ausgeglichen. Der Rest, so hofft sie, werde in den nächsten vier Wochen fließen.
Eine Zahlung in Millionenhöhe sei auch für den Kauf des Flugplatzes in Schwerin-Parchim geflossen, wenn auch noch nicht die komplette Restschuld. Aus Schwerin war gestern abend keine Stellungnahme mehrzu bekommen.

 
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