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Die Nachricht sorgte für Aufsehen: Nutzt die Edeka den Lahrer Flugplatz, um Früchte aus Afrika ins Land zu holen? Recherchen ergaben: Weder mit der Edeka Baden-Würrtemberg noch mit der für solche Importe zuständigen Deutschland-Zentrale in Hamburg wurde darüber gesprochen. Duschan Gert, Pressesprecher der Edeka Baden-Würrtemberg mit Sitz in Offenburg, gestern gegenüber dem Stadtanzeiger: "Mit der Edeka in Offenburg und in Hamburg wurde in diesem Punkt kein einziges Gespräch geführt". Gemüse und Obst aus Afrika würden ohnehin meist per Schiff transportiert, interssanter wäre hier Südamerika.
Wie aber kam es, dass John Jones, Europa-Koordinator der britischen Wiggins-Group bereits früher die Möglichkeit ins Auge fasste, mit der afrikanischen "Mike Krüger Airlins" zum Beispiel Ware aus Kenia nach Lahr zu bringen? Klar ist, dass Wiggins, künftiger Mehrheitsgesellschafter der Flugplatz Lahr GmbH, händeringend nach Unternehmen sucht, die Frachtflüge über den Lahrer Flugplatz abwickeln.
Ein Gespräch mit Unternehmern aus Lahr und Umgebung hatte nicht den gewünschten Erfolg. Bei einem solchen Gespräch kam der Wirtschaftsförderer der Stadt Lahr, Wolf H. Blochowitz, auf die Idee mit Edeka. Blochowitz leitete die Idee an Uwe Kohler, Mitgeschäftsführer u.a. des Arena-Einkaufsparks sowie des darin befindlichen E-Centers in Lahr weiter. Der leitete die Anfrage nach Offenburg weiter, von wo aus die Anfrage zum Früchtekontor der Edeka-Zentrale Deutschland ging. Wiggins selbst hatte sich, wie dort gestern zu hören war, nie gemeldet. Wollen die sich, wurde gemunkelt, etwa nur etwas bekannter machen?
Unterdessen ist weiter unklar, wie es auf dem Flugplatz weitergeht. Zwar betonten Vertreter der britischen Gruppe, dass sie Ende diesen Monats die Anteile der bisherigen Gesellschafter, wie vereinbart, zum zweieinhalbfachen ihres Wertes übernehmen werden. Laut Vertrag hätte dies bereits am 14.Juli geschehen müssen.
Für Aufsehen hatte derweil in der Flugplatz Lahr GmbH ein im Stadtanzeiger erschienener Artikel gesorgt, in dem u.a. von einem monatlichen Ausgaberahmen von 500 000 Mark und Einnahmen von 150 000 Mark die Rede war. Diese Zahlen, wurde telefonisch mitgeteilt, seien falsch.
Der Bitte, Zahlen, Fakten und Pläne offen darzulegen, um die Öffentlichkeit über die Situation und die Perspektiven der Betreiber zu informieren, wurde bislang nicht nachgekommen.
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