BI gegen einen Flugplatz Lahr e.V.

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vom 18. April 2001   ,         Stadtanzeiger


 

Krach in Flugplatz-Gesellschaft

Will Wiggins nur das Gelände?
Streit um Honorar für Marketing: Angeblich geht es um 370 000 Mark

von (rö)

  Lahr:

Krach in der Flugplatz Lahr GmbH. Während in einer Pressekonferenz vergangene Woche anlässlich eines Empfangs derStadt Lahr für Vertreter des künftigen Mehrheitsgesellschafters Wiggins Harmonie demonstriert wurde, gibt es hinter den Kulissen kräftige Auseinandersetzungen. Im Mittelpunkt des Streits: Geschäftsführer Kurt Jäger und der bisherige Pressesprecher der Betreiber, Florian Hammerstein. Seit Juni, klagt Florian Hammerstein, seien für Öffentlichkeitsarbeitkeine Rechnungen mehr beglichen worden. Kurt Jäger dagegen moniert „ horrende“ Beträge: Demnach wurden für Aktivitätenvon April bis Dezember vergangenen Jahres 350 000 Mark in Rechnung gestellt. Viele Aktivitäten seien mit ihm nicht abgesprochen worden, beklagt Kurt Jäger, der wegen der Angelegenheit „ noch ein paar Gespräche führen muss“, grundsätzlich aber einen Prozess vermeiden will. Hammerstein verweist in diesem Zusammenhang auf „ Fremdkosten „ wie einen Präsentationsflug und einen Flug nebst Gesprächen nach Frankfurt. 190 000 Mark stünden ihm gegenüber und 180 000 Markan Rechtsanwaltskosten noch offen. Macht 370 000 Mark. Alle Aktivitäten so Hammerstein, seien mit Zustimmung des Aufsichtsrats und von Kurt Jäger gestartet worden. Der Aufsichtsrat habe die Rechnungen akzeptiert, nur derGeschäftsführer mache da Probleme. Nicht nur zwischen Jäger und Hammerstein flogen indes die Fetzen, auch um das Verhältnis zwischen dem Geschäftsführer und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Herrenknecht ist es zuverlässigen Informationen zufolge schlecht bestellt. So schlecht, dass Insider vor einer Gesellschafterversammlung vor wenigenWochen mit einer Abberufung Jägers rechneten. Es kam anders, und jetzt rechnet Jäger damit, dass er weiter Geschäftsführer bleibt, wenn Wiggins Mehrheitsgesellschafter ist. Der Eintrag ins Handelsregister sei, so Jäger angemeldet, mit derBestätigung werde täglich gerechnet. Anschließend will Wiggins die Anteile der anderen rund 40 Gesellschafter erwerben. Jäger rechnet damit, dass dann fünf bis sechs Gesellschafter übrig bleiben.

Während der Geschäftsführer dann den Aufsichtsrat durch einen Beirat ersetzen will, hegen Insider Zweifel daran, dass Wiggins tatsächlich, wie allseits bekundet, die Entwicklung des Flugverkehrs anvisiert. „ Die wollen das Gelände“, betonte ein Kenner der Materie gegenüber dem Stadtanzeiger. Klar ist : Bis zu 50 Millionen Mark müsste Wiggins investieren,um den Flugplatz für den geplanten Betrieb auszurüsten. Jäger nennt eine andere Zahl: Wiggins Chef Oliver Iny habe ihm gegenüber Investitionen von rund 100 Millionen Mark in Aussicht gestellt.

 
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